Janine flock krönt ihre karriere mit olympia-gold in cortina
- Janine flock krönt ihre karriere mit olympia-gold in cortina
- Riesenjubel und tränen der erleichterung
- Die bittere erfahrung von pyeongchang als antrieb
- Austropop und kufenpflege als geheimrezept
- Konstanz und mentale stärke als schlüssel zum erfolg
- Dominanz auf der bahn eugenio monti
- Ein verdienter triumph
- Nächster einsatz im mixed-bewerb
Janine flock krönt ihre karriere mit olympia-gold in cortina
Janine Flock hat bei den Olympischen Spielen in Cortina d'Ampezzo den absoluten Höhepunkt ihrer Karriere erreicht und die Goldmedaille im Skeleton gewonnen. Nach acht Jahren des Wartens und der Verarbeitung der bitteren Enttäuschung von Pyeongchang fühlt sich der Weg nun perfekt. Die Tirolerin zeigte eine beeindruckende Konstanz und fuhr vier makellose Läufe.
Riesenjubel und tränen der erleichterung
Nach dem letzten Lauf und dem Abspielen der österreichischen Hymne kamen bei Janine Flock doch noch ein paar Tränen der Freude. Ansonsten überwog die pure Zufriedenheit. „Das ist schon das Highlight. Die Medaille in der Hand zu haben, ist echt cool“, sagte die 36-Jährige. Sie beschrieb das unglaubliche Gefühl, über die Ziellinie zu fahren und dann die Freude mit dem Team und der Familie teilen zu können.

Die bittere erfahrung von pyeongchang als antrieb
Die Erinnerung an die Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang, wo sie als Führende in den letzten Lauf ging und leer ausging, spornte sie an. „Alles, was war, macht mich zu dem Menschen, der ich bin. Es macht mich stolz, dass ich dran geblieben bin“, erklärte Flock. Diese Erfahrung prägte sie und gab ihr die Kraft, weiterzukämpfen.

Austropop und kufenpflege als geheimrezept
In der Zeit zwischen den Fahrten am Freitag und Samstag fühlte sich Janine Flock wohl und konzentriert. „Ich habe in Ruhe mein Material hergerichtet, Austropop reingehaut, die Kufen geschliffen, poliert“, verriet sie. Erst vor dem dritten Lauf kam aufgrund des minimalen Vorsprungs von 0,04 Sekunden Nervosität auf, vor dem vierten Lauf kamen noch einmal Gedanken an 2018 hoch.

Konstanz und mentale stärke als schlüssel zum erfolg
Michael Grünberger, der Nationaltrainer, lobte die mentale Stärke und die Konstanz der Athletin. Die Zielsetzung wurde bewusst geändert, um nicht von einer offenen Rechnung mit Olympia zu sprechen, sondern von der Fertigstellung der Geschichte. „Das hat sie mit einem Happy End getan, schöner kann es gar nicht sein“, so Grünberger.
Dominanz auf der bahn eugenio monti
Janine Flock raste mit bis zu 125 km/h den Eiskanal hinunter, der scheinbar perfekt auf sie zugeschnitten war. In drei der vier Läufe war sie die Schnellste und konnte ihre deutschen Konkurrentinnen stets überflügeln. Sie konzentrierte sich auf Schlüsselstellen, wie beispielsweise Kurve neun, und fand die perfekte Linie.
Ein verdienter triumph
„Was Janine in den letzten zwei Tagen gezeigt hat, war sensationell. Vier solche Läufe runterbringen, konstanter kann man nicht sein“, war Grünberger begeistert. Er zeigte sich „mega, mega stolz“ auf ihre Leistung und zollte ihr Respekt für die Art und Weise, wie sie abgeliefert hat.
Nächster einsatz im mixed-bewerb
Obwohl die Freude groß war, blieb die Feier im Rahmen, da am Sonntagabend noch der Mixed-Bewerb mit Samuel Maier auf dem Programm stand. Dennoch wollte sich Janine Flock diesen „einmaligen Moment“ nicht ganz nehmen lassen und ihn auskosten.
