James rodríguez: vom bernabéu zum bayern-deal – die überraschende story
Ein Dokumentarfilm auf Netflix lüftet den Schleier um James Rodríguez' Karriere und enthüllt, wie knapp er am FC Bayern München vorbei war – bevor Carlo Ancelotti alles veränderte. Der kolumbianische Fußballstar, aktuell bei Minnesota United, spricht offen über Frustrationen im Bernabéu und eine überraschende Wendung im Transferpoker.
Die verpasste chance in manchester
James Rodríguez schildert, wie er nach seiner Zeit beim Real Madrid kurz vor einem Wechsel zu Manchester United stand. Jorge Mendes, sein Berater, bot ihm den Wechsel an, doch James zögerte. „Er sagte mir: ‚Willst du nach Manchester?‘ Und ich antwortete: ‚Wohin soll ich denn da spielen? Ribéry und Robben sind doch da!‘“, erinnert sich der Kolumbianer. Doch dann kam der Anruf von Carlo Ancelotti, der alles anders machte. „Er rief mich an und sagte: ‚Was ist mit Manchester? Manchester ist tot. Du musst hierher kommen.‘ Ich glaube, das war eine gute Entscheidung, nach München zu gehen.“

Die sprachbarriere und kovacs harte hand
Seine erste Saison in Deutschland verlief unter Ancelotti und Jupp Heynckes ausgesprochen angenehm, da beide Trainer Spanisch sprachen. Doch mit der Ankunft von Niko Kovac änderte sich alles. „Im zweiten Jahr kam Kovac. Jeder Trainer hat seine Lieblinge, und ich war nicht einer davon“, gesteht James. Besonders die Trainingsmethoden des Kroaten stießen auf wenig Verständnis bei ihm. „Er wollte, dass wir nach dem Training 30 Minuten Rad fahren. Ich sagte: ‚Wozu trainiere ich denn? Fahre ich etwa die Tour de France? Ich bin Fußballspieler!‘“ Auch die Sprachbarriere erschwerte die Integration. Die Deutschkurse waren eine Qual, und James gab schließlich auf: „Ich konnte mich nicht konzentrieren, fiel immer ein. Ich sagte: ‚Lass mal, ich will das nicht lernen.“

Frustrationen im bernabéu und zidanes vertrauen
Die Zeit beim Real Madrid hinterließ bei James einen bitteren Nachgeschmack. Obwohl er regelmäßig trainierte und in seinen Einsätzen oft überzeugte, fand er sich immer wieder auf der Bank wieder, besonders in wichtigen Spielen. „Ich habe gut trainiert, wenn ich gespielt habe, habe ich gute Leistungen gezeigt, habe wichtige Tore geschossen, Vorlagen geliefert. Aber in den wichtigen Spielen stand ich nicht in der Startelf. Das hat mich frustriert. Und dann kam die Presse, die mich immer wieder auf der Bank zeigte und mich kritisiert hat. Das hat eine toxische Atmosphäre geschaffen. Von Anfang an hatte er seine 12 oder 13 Spieler, und ich war nicht immer dabei. Ich hatte kein Problem mit Zidane persönlich, aber ich wollte spielen.“
Die Enthüllungen in seinem neuen Dokumentarfilm werfen ein neues Licht auf die Karriere des kolumbianischen Superstars und zeigen, wie fragil der Erfolg im Profifußball sein kann. Die Entscheidung für den FC Bayern war zwar richtig, doch die Sprachbarriere und das schwierige Verhältnis zu Kovac trübten die Freude am Spiel. Und die Erinnerungen an die verpassten Chancen im Bernabéu werden ihn wohl noch lange begleiten. Die Frage, ob James Rodríguez mit der WM-Nominierung und dem Erfolg seines Dokus nun endlich wieder zu alter Stärke findet, bleibt abzuwarten.
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