Jackson zerlegt bergamo: bayern demütigt atalanta mit 4:0-kantersieg
Die Nacht, in der Atalanta erstarb. Nach 45 Minuten war die Favoritenrolle noch ein Zettel im Wind, doch als Desmond Jackson nach dem Seitenwechsel das 4:0 versenkte, zerbarst die Gewissheit, dass Bergamo auch diesmal den deutschen Riesen ärgern könnte. Die Bayern-Fans sangen schon nach einer Stunde, doch die Wahrheit ist härter: Atalanta sah aus wie eine Mannschaft, die vergaß, dass Champions League nicht nur Lauf, sondern Köpfchen braucht.
Der plan von kompany ging auf – aber mit spannung
Vincent Kompany hatte vor dem Spiel gesagt, er wolle „Kontrolle plus Rasanz“. Was folgte, war ein Beweis dafür, wie schnell ein Achtelfinale kippen kann. Die erste Hälfte war ein Schachspiel, in dem Jonas Urbig im Tor den verletzten Neuer vergessen ließ. Doch nach der Pause schaltete der FC Bayern einen Gang höher. Jackson traf, die Abwehrkette um Scamacca löste sich in Luft auf, und die 22.000 in der Gewiss-Stadium schwieg, als hätten sie ein Geheimnis gehört, das sie nicht mehr loslässt.
Die Statistik lügt nicht: Drei Tore innerhalb von 17 Minuten nach Wiederanpfiff. Atalanta, sonst berüchtigt für aggressive Gegenpressing, sprintete sich in Sinnlosigkeit. Kompany hatte seine Spieler offenbar gebeten, die Räume zu verengen und den Ball laufen zu lassen – was am Ende aussah wie ein Dauerlauf gegen die eigene Erschöpfung.

Warnung von eberl wurde zur realität
Max Eberl hatte noch vor dem Abpfiff gewarnt: „In Bergamo erwartet uns ein sehr intensives Spiel.“ Intensiv war es, aber auf der falschen Seite. Atalanta-Coach Raffaele Palladino wechselte früh dreimal, doch die Frische wirkte wie ein Pflaster auf offener Wunde. Die Bayern wiederum spielten, als hätten sie die italienische Mentalität vorher in einem Crash-Kurs studiert: kurz, schnörkellos, tödlich.
Für den Rückspiel in München droht Atalanta jetzt das Déjà-vu: Vor zwei Jahren schmiss das Team Leverkusen raus, doch diesmal steht ein Gegner da, der sich nicht mit einem 4:1 im Rückspiel zufriedengibt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Bergamo die K.o.-Phase erneut dreht, liegt laut Datenmodell von Opta bei 7 %. Ein Wert, der selbst Optimisten verstummen lässt.
Christian Schneider, TSV Pelkum Sportwelt
