Izzo kehrt zurück: ein fußballer kämpft sich aus der armut
Scampia, Neapel. Hier, wo der Geruch von Meer und Hoffnung vermischt ist, hat Armando Izzo seine Wurzeln. Der Verteidiger, der gerade zum Aufsteiger Avellino zurückkehrt, teilt auf Instagram Bilder seiner Kindheit – ein bewegendes Zeugnis von Kampfgeist und dem unbändigen Willen, dem Schicksal zu entkommen. Ein Leben, das von Verlust und harter Arbeit geprägt ist, und das ihn zu dem Spieler gemacht hat, der er heute ist.
Der verlust des vaters und der kampf ums überleben
Izzo spricht offen über seine Vergangenheit: Sein Vater Vincenzo, ein Stoffhändler, starb mit nur 29 Jahren an Leukämie, als Armando gerade einmal zehn Jahre alt war. „A 10 anni la vita mi ha tolto mio padre“, schreibt er unter das Foto. Die Familie war plötzlich auf sich allein gestellt, und der junge Armando musste Verantwortung übernehmen. Er arbeitete als Botenjunge, trug Wasser und Einkäufe durch die Straßen von Scampia. Der Fußball war seine einzige Rettung, sein Ausweg aus der Armut.
„Il pallone sarebbe stata la mia unica salvezza“ – so Izzo, und diese Worte sind mehr als nur eine Phrase. Sie sind das Bekenntnis eines Mannes, der durch den Sport eine zweite Chance bekommen hat. Er erinnert sich an die Schwierigkeiten, die er als Jugendlicher hatte: Seine Mutter konnte sich die Trainingsgebühren nicht leisten, und er musste oft auf die Unterstützung der lokalen Fußballvereine zählen.

Von scampia in die serie a: ein langer weg
Dank der Hilfe von Giuseppe Santoro, dem ehemaligen Jugendkoordinator des SSC Neapel, und Walter Mazzarri, der ihm als Teenager Geld für neue Fußballschuhe gab, konnte Izzo seinen Traum vom Profifußball verwirklichen. Sein Weg führte ihn über Triestina und Avellino in die Serie A, wo er für Genoa, Torino und zuletzt Monza spielte. 2019 wurde er sogar von Mancini in die Nationalmannschaft berufen. Eine beeindruckende Karriere, die jedoch auch von einem dunklen Kapitel überschattet wurde: einer 18-monatigen Sperre wegen Calcioscommesse, die später auf sechs Monate reduziert wurde.
Die Rückkehr nach Avellino ist für Izzo mehr als nur ein Vereinswechsel. Es ist eine Heimkehr zu seinen Wurzeln, eine Art, seiner Vergangenheit Tribut zu zollen. Er hat die Aufstiegssaison mit den Biancoverdi erlebt, bevor er sich dem Torino anschloss. Jetzt kehrt er zurück, um mit dem Team die Herausforderungen der Serie B anzunehmen.
Die Bilder, die Izzo auf Instagram teilte, sind ein Appell an die Jugend: „Perdersi è facile, la strada a volte prova a sceglierti prima ancora che tu possa scegliere chi diventare.“ Er selbst hat bewiesen, dass man mit Entschlossenheit und harter Arbeit seine Träume verwirklichen kann – egal woher man kommt.
Die Fans in Scampia sind stolz auf ihren Armando. Sie wissen, dass er mehr ist als nur ein Fußballspieler. Er ist ein Kämpfer, ein Symbol der Hoffnung und ein Vorbild für die junge Generation.
