Italiens ölimport: afrika und amerika legen zu, lieferungen aus dem nahen osten sinken
- Italienischer ölimport im wandel: neue liefermuster zeichnen sich ab
- Libyen weiterhin wichtigster öl-lieferant
- Afrika insgesamt erlebt einen aufschwung
- Ehemalige sowjetrepubliken und amerika im aufwind
- Deutlicher rückgang der importe aus dem nahen osten
- Importe aus europa sinken weiter
- Zusammenfassung der wichtigsten zahlen
Italienischer ölimport im wandel: neue liefermuster zeichnen sich ab
Mailand – Aktuelle Daten von Unem (Unione energie per la mobilità) zeigen deutliche Veränderungen bei den Ölimporten Italiens. Bis November 2025 hat Italien insgesamt 51.209.000 Tonnen Rohöl importiert, ein leichter Anstieg von 0,04% gegenüber dem Vorjahr. Besonders interessant ist die Verschiebung der Herkunftsländer, die auf eine Anpassung an geopolitische Entwicklungen und veränderte Handelsbeziehungen hindeutet. Wir beleuchten die wichtigsten Trends und Zahlen in diesem Bericht.
Libyen weiterhin wichtigster öl-lieferant
Libyen behauptet seine Position als wichtigster Öl-Lieferant für Italien. Mit 12.219.000 Tonnen Rohöl, was einem Anteil von 23,9% an den Gesamtimporten entspricht, liegt das nordafrikanische Land deutlich vor allen anderen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Lieferungen aus Libyen um beachtliche 15,2%. Dieser Trend unterstreicht die strategische Bedeutung Libyens für die italienische Energieversorgung.

Afrika insgesamt erlebt einen aufschwung
Nicht nur Libyen, sondern ganz Afrika verzeichnete einen deutlichen Anstieg der Öl-Exporte nach Italien. Insgesamt wurden 21.353.000 Tonnen Rohöl aus Afrika importiert, was einem Anteil von 41,7% entspricht. Dies stellt eine Steigerung von 15,4% gegenüber dem Vorjahr dar. Der Kontinent gewinnt somit zunehmend an Bedeutung als Ölquelle für Italien.

Ehemalige sowjetrepubliken und amerika im aufwind
Auch die Lieferungen aus
den ehemaligen Sowjetrepubliken, insbesondere aus Aserbaidschan und Kasachstan, sind bemerkenswert. Von Januar bis November wurden 15.427.000 Tonnen Rohöl importiert, was 30,1% der Gesamtimporte ausmacht. Obwohl die Bestellungen hier um 5,2% gegenüber 2024 zurückgingen, bleibt die Region ein wichtiger Lieferant. Gleichzeitig stiegen die Importe aus Amerika um 11,6% auf 6.978.000 Tonnen, was einem Anteil von 13,6% entspricht. Insbesondere die USA trugen mit 4.624.000 Tonnen (9% des Gesamtvolumens, +2,7% gegenüber 2024) dazu bei.
Deutlicher rückgang der importe aus dem nahen osten
Im starken Kontrast zu den steigenden Importen aus Afrika und Amerika steht der deutliche Rückgang der Lieferungen aus dem Nahen Osten. Aufgrund der angespannten geopolitischen Lage sanken die Importe von Januar bis November um 27,7% auf 6.121.000 Tonnen, was einem Anteil von 12% entspricht. Diese Entwicklung unterstreicht die Notwendigkeit einer Diversifizierung der Ölquellen.
Importe aus europa sinken weiter
Auch die Importe aus Europa sind weiterhin gering und haben sich sogar noch reduziert. Mit 1.330.000 Tonnen (2,6% des Gesamtvolumens) liegen die Importe 21,8% unter dem Vorjahreswert. Dies spiegelt die begrenzte Ölproduktion in Europa wider.
Zusammenfassung der wichtigsten zahlen
| Region | Importvolumen (Tonnen) | Anteil (%) | Veränderung zum Vorjahr (%) |
|---|---|---|---|
| Libyen | 12.219.000 | 23,9 | +15,2 |
| Afrika (gesamt) | 21.353.000 | 41,7 | +15,4 |
| Ehemalige Sowjetrepubliken | 15.427.000 | 30,1 | -5,2 |
| Amerika | 6.978.000 | 13,6 | +11,6 |
| Naher Osten | 6.121.000 | 12,0 | -27,7 |
| Europa | 1.330.000 | 2,6 | -21,8 |
| Gesamt | 51.209.000 | 100 | +0,04 |
Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass Italien seine Öl-Importstrategie anpasst und verstärkt auf Lieferanten aus Afrika und Amerika setzt, während die Abhängigkeit vom Nahen Osten reduziert wird. Diese Anpassungen sind sowohl geopolitisch bedingt als auch ein Zeichen für eine zunehmende Diversifizierung der Energiequellen.
