Italiens basketball-damen jagen den wm-traum, spanien steht im weg

34 Punkte Rückstand gegen die USA, 34 Jahre WM-Abstinenz – beides zählt ab sofort nicht mehr. Heute Nacht (22.00 Uhr MESZ) treffen die Azzurre in San Juan auf Spanien, und ein Sieg beschert ihnen das Ticket für die Endrunde in Berlin vom 4. bis 13. September. Selbst eine Niederlage kann reichen, doch Trainer Andrea Capobianco will die Rechnung mit Siegen machen.

Die nacht, in der alles passieren kann

Die nacht, in der alles passieren kann

Die 93:59-Packung gegen die US-Selektion war kein Schock, sondern Lehrstunde. Nach dem 28:11-Startviertel fingen sich Cubaj, Santucci und Andrè, ließen sich nicht demontieren und gewannen das zweite Viertel sogar 19:19. „Wir schenken nichts mehr her“, donnerte Capobianco in einer Auszeit – ein Satz, der fortan als Motto auf dem Whiteboard klebt.

Spanien hat bereits den Sprung ins Turnier geschafft, indem es Puerto Rico niederwies. Die Ibererinnen können also befreit aufspielen, genau das macht sie gefährlich. Für Italien zählt nur eines: Sieg um jeden Preis. Denn wer zweimal verliert, darf am Dienstag (19.00 Uhr) gegen Senegal nachlegen – doch wer will schon in die Lotterie?

Die Statistik spricht gegen die Squadra Azzurra: 32 Jahre kein WM-Ticket, seit Athen 1991. Doch Zahlen verblassen, wenn Cecilia Zandalasini ihren Dreier trifft und die Bank mit Jugend und Erfahrrot aufläuft. Nach Bronze bei der EuroLeague und klaren Siegen gegen Puerto Rico (78:41) sowie Neuseeland (74:51) ist das Selbstvertrauen so hoch wie zuletzt Anfang der 90er.

Die Arena in San Juan wird beben, die Uhr tickt. Für die Italienerinnen heißt es: Sieg oder Flieg – und das seit 1991 unbekannte WM-Feeling endlich wieder auf italischer Haut spüren.