Italienischer fußball-schock: eine generation verpasst die wm
Ein Raunen geht durch den europäischen Fußball: Italien, einst unangefochtener Rekordmeister und Weltmeister, verpasst erneut eine Weltmeisterschaft. Für viele junge italienische Fans ist das ein surrealer Zustand – sie haben die goldene Ära ihrer Nationalmannschaft nie live erlebt. Eine Nation, die Fußball atmet, steht vor dem Nichts.
Die verlorene generation: jungen ohne wm-erinnerungen
Stellen Sie sich vor: Ein 15-jähriger Junge in Italien, der noch nie die Aufregung eines WM-Sommers mit seiner Nationalmannschaft erlebt hat. Generationen sind herangewachsen, während Italien, das unzählige Male die Welt beherrschte, dreimal in Folge die Qualifikation verpasst hat. Eine Tragödie, die sich zuträgt und deren Ende nicht absehbar ist. Gianluigi Donnarumma, seit seinem Debüt mit 17 Jahren fester Bestandteil der Squadra Azzurra, wird mit 31 Jahren im Jahr 2030 möglicherweise die erste WM seiner Karriere bestreiten – wenn überhaupt.
Wie sah die Welt aus, als Italien das letzte Mal an einer WM teilnahm? Eine Welt, die sich grundlegend verändert hat. Die Expansion des Ebola-Virus, die Krise in der Ukraine – das waren nur einige der globalen Herausforderungen. Aber lassen Sie uns den Blick auf den Sport richten.

2014: 'La décima' und das 'partido a partido'
Madrid war im Jahr 2014 ein Schmelztiegel der Emotionen. Real Madrid und Atlético, beide mit ihren ganz eigenen Erzählungen, werden diesen Jahres in liebevoller Erinnerung behalten. Atlético, mit einem Hauch von Bitterkeit, krönte eine historische Saison mit dem Gewinn der Liga im Camp Nou gegen Barcelona am letzten Spieltag, nur wenige Tage vor dem Champions-League-Finale in Lissabon gegen ihren Erzrivalen.
Der legendäre Ausspruch des Trainers Diego Simeone – „Partido a Partido“ – wurde zum Mantra dieser Saison. Und dann der Moment, der in die Fußballgeschichte einging: Sergio Ramos' Tor in der 93. Minute gegen Atlético in Lissabon. 'La Décima' war Real Madrids zehnter Champions-League-Titel, ein Beginn einer europäischen Dominanz, die die Welt in Staunen versetzte.

Nadal, sevilla und ein abschied von legenden
Rafael Nadal, der „König des Sandplatzes“, feierte im selben Jahr seinen neunten Roland Garros-Titel, eine Leistung, die seinesgleichen sucht. Nach fünf weiteren Triumphen in Paris und einer mittlerweile legendären Karriere genießt Nadal seine wohlverdiente Ruhe.
Parallel dazu bewies Sevilla, unter der Leitung von Unai Emery, seine europäische Klasse und gewann die dritte Europa League, ein Erfolg, der im Laufe der Jahre noch weiter ausgebaut werden sollte. Das heutige Sevilla kämpft jedoch unter der Leitung von Luis García Plaza ums Überleben in der Liga, nachdem eine Reihe von Trainern in kürzester Zeit ihren Job verloren haben.
2014 war auch ein Jahr der Abschiede. Viele Fußballlegenden beendeten ihre Karrieren, darunter Carles Puyol, Jonny Wilkinson, Andy Schleck, Ryan Giggs, Nicolay Davydenko, Derek Fisher, Clarence Seedorf, Rivaldo, Rafa Martínez, Zanetti, Li Na, Jason Collins und Thierry Henry. Eine beeindruckende Liste von Sportlern, die ihren Abschied zum gleichen Zeitpunkt wie Italiens WM-Mißerfolg nahmen.

Die márquez-brüder und messis rekord
Marc und Álex Márquez schrieben im Jahr 2014 gemeinsam Geschichte, als sie die Weltmeistertitel in MotoGP und Moto3 gewannen – ein beispielloser Erfolg für zwei Brüder. Über zehn Jahre später kämpfen sie weiterhin um den Weltmeistertitel.
Und wer könnte das Jahr 2014 abschließen, ohne Leo Messi zu erwähnen? Der argentinische Superstar übertraf Zarra und wurde zum Rekordtorschützen der Primera División. Ein Meilenstein, der den Beginn einer Ära markierte, in der Messi die Fußballwelt dominierte.
Die Zeit vergeht unaufhaltsam, besonders für italienische Fußballfans. Es bleibt zu hoffen, dass die Azzurri bald wieder auf die Weltbühne zurückkehren. Denn das Fußballgesicht der Welt ist ohne Italien um einiges weniger farbenfroh.
