Italienischer fußball-chaos: gravina tritt nach wm-pleite zurück!

Ein Erdbeben erschüttert den italienischen Fußball: Gabriele Gravina, der Präsident des italienischen Fußballverbands (FIGC), hat seinen Rücktritt zwei Tagenach dem schmerzhaften Scheitern der Nationalmannschaft in der WM-Playoff-Partie gegen Bosnien-Herzegowina angekündigt. Die Forderungen nach seinem Rücktritt waren in den letzten Tagen unüberhörbar geworden – und nun ist es so weit.

Neuwahlen am 22. juni: ein neuanfang für die squadra azzurra?

Neuwahlen am 22. juni: ein neuanfang für die squadra azzurra?

Die Entscheidung, die von der Politik massiv vorgegeben wurde, wurde am Donnerstag nach einer Sondersitzung des FIGC-Präsidiums offiziell bekannt gegeben. Die außerordentliche Verbandsversammlung, die die Neuwahlen beschließen soll, ist für den 22. Juni angesetzt. Der Rücktritt kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, nachdem Italien bereits die dritte WM-Endrunde in Folge verpasst hat. Die Niederlage im Elfmeterschießen gegen Bosnien-Herzegowina war ein Schock für das gesamte Land.

Die Personalie Gravina war schon lange zum Politikum geworden. Zunächst war es die Lega, die zweitstärkste Regierungspartei Italiens, die seinen Rücktritt forderte. Sportminister Andrea Abodi schloss sich wenig später dieser Forderung an und betonte, dass ein Neuanfang für den italienischen Fußball nur mit einer Erneuerung der Verbandsspitze möglich sei. Auch Teile des Parlaments stimmten zu. „Es ist offenkundig, dass der italienische Fußball neu aufgebaut werden muss. Dieser Prozess muss mit einer Erneuerung der Verbandsspitze beginnen“, so Abodi in einer dringenden Erklärung.

Das Problem ist nicht nur das sportliche Scheitern, sondern auch das Vertrauensverhältnis zwischen dem Verband und der Politik sowie der Öffentlichkeit. Der Druck auf Gravina war enorm, und sein Rücktritt ist letztlich eine Folge dieser Entwicklungen. Die Frage, wer ihm nachfolgen wird und welche Weichen für die Zukunft des italienischen Fußballs gestellt werden, ist nun von höchster Bedeutung. Es bleibt abzuwarten, ob die Neuwahlen tatsächlich einen Neuanfang bringen können – oder ob weitere Turbulenzen bevorstehen. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein für die Zukunft des italienischen Fußballs.

Die Bilanz von Gravina, der seit 2018 im Amt war, war stets von Kontroversen begleitet. Kritiker bemängelten mangelnde Transparenz und eine zu konservative Führung. Nun scheint sich der Kreis zu schließen: der Traum von einer erneuten WM-Teilnahme ist geplatzt, und der Präsident muss seinen Platz räumen.