Italienischer fußball: malagós kandidatur im fokus – anac entscheidet!
Rom – Die italienische Fußballwelt hält den Atem an: Nur noch wenige Tage bis zur Wahl des neuen Präsidenten des italienischen Fußballverbandes (FIGC), und der Fall Giovanni Malagò droht, die Wahl in den Schatten zu stellen. Das Sportgericht des CONI hat entschieden, dass es nicht in seine Zuständigkeit fällt, die vermeintliche Wahlunfähigkeit Malagós zu prüfen, wodurch die Entscheidung nun der nationalen Antikorruptionsbehörde (Anac) überlassen wird.
Die rechtliche zwickmühle
Die Entscheidung des Sportgerichts basiert auf der Einschätzung, dass eine solche Prüfung die Kompetenzen des Gerichts überschreiten würde, insbesondere da es selbst im Falle einer Klage involviert sein könnte. Ein zentraler Punkt ist die Anwendung der sogenannten „Pantouflage“-Regelungen, die den Wechsel von Führungskräften aus dem öffentlichen Dienst in Positionen im Sport regulieren. Minister für Sport und Jugend, Andrea Abodi, hatte eine formelle Anfrage an das Sportgericht und die Anac gestellt, um diese Regelungen im Falle Malagós zu prüfen.
Die Begründung des Gerichts ist eindeutig: Es scheint, dass eine Prüfung der Wahlfähigkeit von Malagò die Zuständigkeit des Gerichts übersteigen würde, insbesondere angesichts der Möglichkeit, dass das Gericht selbst in späteren Verfahren involviert sein könnte. Die Anac soll nun klären, ob Malagós bisherige Positionen im Widerspruch zu den geltenden Regeln stehen.

Abodis hoffnung vs. buonfiglios skepsis
Während Sportminister Abodi hofft, dass die Anac ihre Entscheidung noch vor dem 22. Juni treffen kann – dem Tag der FIGC-Wahl – äußert CONI-Präsident Luciano Buonfiglio deutliche Zweifel. „Ich bin überzeugt, dass ein solches Gutachten in dieser kurzen Zeit nicht erstellt werden kann“, so Buonfiglio. Er bedrückt, dass die Sache nicht einfacher gelöst werden konnte. Eine mögliche Nachwahl im Falle einer Klage scheint ihm ebenso wenig wahrscheinlich.
Die Zeit drängt. Die Entscheidung der Anac wird nicht nur die Kandidatur Malagós beeinflussen, sondern auch die Glaubwürdigkeit des italienischen Fußballs unter die Lupe nehmen. Die Frage ist: Kann die Anac die notwendige Transparenz und Schnelligkeit gewährleisten, um die Wahl nicht unnötig zu verzögern und das Vertrauen der Öffentlichkeit zu erhalten?
Die Fans, die Vereine und die gesamte Fußball-Nation warten gespannt auf die Entscheidung der Anac. Ein Urteil, das über mehr als nur eine Person entscheiden wird.
