Italienischer basketball: liga-präsident gherardini fordert wandel und mehr wertschätzung
- Italienischer basketball: liga-präsident gherardini fordert wandel und mehr wertschätzung
- Mannschaftsgeist und gemeinsame anstrengungen
- Schwächen im italienischen basketballsystem
- Veränderungen bei investitionen und kontrollen
- Nba europe als chance für italien
- Nachhaltigkeit und langfristige investitionen
- Vorbild deutschland
- Potenzial und positive signale
- Zahlen und fakten zur final eight
- Zukunftsperspektiven und standort turin
Italienischer basketball: liga-präsident gherardini fordert wandel und mehr wertschätzung
Maurizio Gherardini, Präsident der italienischen Basketball-Liga Lega Basket, hat sich im Rahmen der Final Eight in Turin kritisch zur aktuellen Situation des italienischen Basketballs geäußert. Er betonte, dass die Liga keineswegs auf dem sechsten Platz unter den europäischen Ligen stehe, sondern ein deutlich höheres Potenzial habe. Die Herausforderung liege darin, dass sich die Investitionsmodelle im Basketball verändert hätten und man dies in Italien zu spät erkannt habe.
Mannschaftsgeist und gemeinsame anstrengungen
Gherardini hob die Bedeutung von Teamarbeit und gemeinsamen Interessen innerhalb der Liga hervor. "Mir fällt es am schwersten zu vermitteln, wie wichtig es ist, als Team zusammenzuarbeiten und zu verstehen, dass es Bedürfnisse gibt, aber diese die Bedürfnisse aller sein müssen und Lösungen für alle gefunden werden müssen, im größten Interesse der Liga". Er forderte eine bessere Zusammenarbeit aller Beteiligten, um die Liga voranzubringen.

Schwächen im italienischen basketballsystem
Der Präsident kritisierte die Struktur des italienischen Basketballs. "Unser System hat zu viele Realitäten im Verhältnis zu den Ressourcen, die wir entwickeln können. Das führt dazu, dass wir eher zur Mittelmäßigkeit als zur Exzellenz tendieren. Wir müssen die Qualität in allem, was wir entwickeln, steigern." Dies gelte sowohl für die Ausbildung junger Spieler als auch für die Infrastruktur der Vereine.

Veränderungen bei investitionen und kontrollen
Gherardini wies darauf hin, dass sich die Art und Weise, wie in den Basketball investiert wird, grundlegend geändert hat. "Wir haben uns entspannt angesichts einer relativ reichen Realität, ohne frühzeitig zu erkennen, dass sich die Dinge ändern." Er kündigte an, dass die Liga bereits mit einer unabhängigen Regierungskommission zusammenarbeitet, um die Kontrollmechanismen zu verbessern, insbesondere im Hinblick auf den Fall Trapani.
Nba europe als chance für italien
Die Pläne der NBA für eine europäische Liga, NBA Europe, sieht Gherardini als große Chance für den italienischen Basketball. "Die Lega kann natürlich nur das berücksichtigen, was in den Medien steht, aber das Projekt NBA Europe ist enorm wichtig für Europa und wird vorangetrieben. Die Tatsache, dass Italien als eines der Schlüssel Länder betrachtet wird, ist ein wichtiger Schritt. Die Teilnahme an einem globalen Phänomen bedeutet Erfolg."
Nachhaltigkeit und langfristige investitionen
Ein weiteres zentrales Thema für Gherardini ist die Nachhaltigkeit. Er betonte, dass die Vereine ihre Denkweise ändern und nicht nur in die Kader investieren sollten, sondern auch in die Strukturen. "Wir müssen das Geld, das wir generieren, ausgeben, aber nicht vollständig in den Aufbau des Kaders, der sehr wichtig ist. Um als Bewegung zu wachsen, müssen wir auch in die Infrastruktur investieren." Er sieht die mangelnde Homogenität der italienischen Liga als Herausforderung.
Vorbild deutschland
Gherardini lobte das deutsche Basketballsystem als Vorbild. "Deutschland produziert einen Welt- und Europameister mit Spielern in der NBA und im College-Basketball. Und vor allem ein gesundes System, das nicht mit unseren Problemen konfrontiert ist." Er plädierte dafür, von anderen Ligen zu lernen und Best Practices zu übernehmen.
Potenzial und positive signale
Trotz der Herausforderungen sieht
Gherardini das Potenzial des italienischen Basketballs. Er verwies auf steigende Zuschauerzahlen bei LBA TV und die positive Resonanz auf die Final Eight in Turin. "Diese Indikatoren zeigen, dass diese Liga das Potenzial hat, immer mehr Gewicht zu gewinnen." Er betonte, dass der Besuch von Jorge Garbajosa, Präsident von FIBA Europe, ein positives Signal sei.Zahlen und fakten zur final eight
Die Final Eight in Turin generierte einen Gesamtwert von 12,5 Millionen Euro für das Gebiet, mit einem Multiplikator von 18,5 für Investitionen der institutionellen Partner. Für jeden investierten Euro generierte die Coppa Italia einen Mehrwert von 1,185 Euro. Zudem konnte LBA TV die Nutzerzahlen um 5.000 erhöhen.
Zukunftsperspektiven und standort turin
Gherardini zeigte sich zufrieden mit der Durchführung der Final Eight in Turin und kündigte eine Evaluierung an, um zu prüfen, ob der Standort auch in Zukunft genutzt werden kann. Es gibt bereits mehrere Anlagen in Italien, die in Kürze fertiggestellt werden sollen.
