Italien vor wm-playoffs: jetzt die jungen statt der bewährten
Drei Wochen. So viel Zeit bleibt der Squadra Azzurra, um sich für die WM-Playoffs in Form zu bringen. Luciano Spalletti steht vor der wohl schwierigsten Entscheidung seiner Amtszeit: Vertraut er dem Bewährten – oder hört er endlich auf das, was die Serie A gerade lautstark schreit?
Die serie a liefert die antworten, die spalletti ignoriert
Namen wie Scalvini, Palestra, Pio Esposito und Pisilli sind keine Geheimtipps mehr. Sie spielen sich Woche für Woche in den Vordergrund, mit Energie, Mut und einer Unbekümmertheit, die man in der Nationalmannschaft zuletzt schmerzlich vermisst hat. Die Liga zeigt den Weg. Die Frage ist, ob der Nationaltrainer bereit ist, ihn zu gehen.
Italiens Fußballgeschichte kennt dieses Zögern gut. Von Bearzot bis Lippi, von Ventura bis Mancini – immer wieder haben Trainer in entscheidenden Momenten auf Loyalität statt auf Form gesetzt. Das Ergebnis? Oft eine bittere Lektion. Die Treue zu alten Gesichtern hat Italien mehr als einmal teuer zu stehen gekommen.

Erfahrung oder aufbruch – eine wahl mit konsequenzen
Das Dilemma ist nicht neu, aber diesmal wirkt es schärfer. Ein Weltturnier steht auf dem Spiel. Kein Freundschaftsspiel, kein Testlauf – Playoffs, mit allem, was daran hängt. Wer jetzt auf Sicherheit setzt, riskiert das Gleiche wie seine Vorgänger: das Scheitern am eigenen Konservatismus.
Spalletti muss jetzt Selektionär sein, nicht Verwalter. Er muss die Spieler berufen, die sich ihren Platz gerade mit Leistung erkämpfen – nicht jene, die ihn durch vergangene Verdienste für sich beanspruchen. Die Mannschaft, die heute in der Serie A glänzt, ist die Mannschaft, die in den Playoffs gebraucht wird.
Hundert Tage bis zur WM klingen nach viel. Für Italien sind es gerade noch drei Wochen bis zur Wahrheit.
