Italiano zündet europa-league-fuse: „mit dieser einstellung hätten wir mehr gewonnen“

Der 1:1-Pfostenhammer gegen Roma war erst der Anfang. Nach dem Abpfiff schlug Vincenzo Italiano den Spannungsbogen für das Rückspiel schon in der Pressezone hoch – und lieferte dabei ein Geständnis, das in Bologna sofort Wellen schlägt.

Italiano spricht klartext: „dann stünden wir anders da“

„Wenn wir seit Januar so aufgetreten wären wie heute, hätten wir mehr Spiele gewonnen“, sagte der Coach unverblümt. Die Worte klangen wie ein Seitenhieb auf die mauen Winter-Wochen, in denen Bologna sieben Punkte aus sieben Partien holte und die Champions-League-Plätze aus den Augen verlor. Italiano ließ keinen Zweifel: Die Reaktion nach der 0:3-Blamage in Udinese hat ihm gefallen, doch er erwartet, dass sein Team „endlich Konstanz auf Champions-League-Niveau“ abruft.

Der Coach lobte die „Qualität und Aufmerksamkeit“ gegen Gasperinis Roma, warf aber sofort nach: „Beim ersten halben Fehler werden wir bestraft – das ist das Spiegelbild unserer Saison.“ Die Statistik bestätigt ihn: Bologna kassierte in 56 % der Gegentore nach individuellen Fehlern, Spitzenwert der Serie A.

Schiedsrichter-kritik zwischen den zeilen

Schiedsrichter-kritik zwischen den zeilen

Ohne Namen zu nennen, stichelte Italiano gegen die Leitung durch Fabio Maresca: „Heute war er permissiv, das hat beiden Teams Spaß gemacht, aber manchmal hätten wir einen stärkeren Schutz brauchen können.“ Gemeint war die Rudelbildung nach einem Foul an Zirkzee, die erst nach VAR-Review gelb endete. Bologna fordert seit Wochen mehr Schutz für seinen Mittelstürmer – die Liga zeigt sich unbeeindruckt.

Der Blick geht bereits zum Retourmatch im Olympico. „Wir haben dort schon gewonnen, wir kennen die Lautstärke“, sagte Italiano. Die Bilanz spricht für ihn: zwei Siege, ein Unentschieden in den letzten fünf Gastspielen bei Roma. Doch diesmal geht es um das Halbfinale der Europa League – und um die Frage, ob Bologna endlich diese eine Konstante findet, die Italiano seit Wochen einfordert.

Die Antwort gibt es am 19. März im Stadio Olimpico. Ohne Wenn und Aber – und ohne weitere Ausreden.