Island-star gudjonsson rückt nach: hannover sichert sich rechtsaußen-klasse für 2026
Die TSV Hannover-Burgdorf schlägt zu, bevor der Markt kocht: Sigvaldi Gudjonsson wechselt 2026 von Kolstad Handball in die Bundesliga. Der isländische Nationalspieler unterschreibt für drei Jahre und beerbt Kapitän Marius Steinhauser, der zu den Rhein-Neckar Löwen abwandert.
Die personalie, die pastor schon lange geplant hat
Sportlicher Leiter Sven-Sören Christophersen spricht es offen aus: „Wir haben gezielt nach einem erfahrenen Rechtsaußen gesucht, der Steinhausers Profil trägt und die Champions-League-Route mitgeht.“ Gudjonsson bringt 85 Länderspiele, 230 Treffer für Island und die Erfahrung aus vier europäischen Hauptrunden mit. Bei Kolstad führt er als Kapitän das Tempo, verwandelt Siebenmeter mit einer Quote von 81 Prozent und sticht aus sieben Metern Körpergröße mit 1,96 m heraus.
Trainer Juan Carlos Pastor hatte den Transfer laut Vereinsangaben bereits vor einem halben Jahr initiiert. „Sigvaldi ist kein Ersatz, er ist die evolutionäre Weiterentwicklung unseres Außenspiels“, betont der Spanier. Neben dem 23-jährigen Eigengewächs Daniel Weber entsteht ein Duo, das Tempo, Variabilität und Endstufe vereint – und Hannovers Angriffsmuster ab Sommer 2026 neu justiert.

Warum gudjonsson jetzt schon verkündet
Der Isländer selbst liefert die Antwort: „Ich wollte Klarheit für meine Familie und Ruhe für die entscheidende Phase mit Kolstad.“ Die Norweger jagen im Frühjahr 2025 erneut das Final-Four-Ticket, Gudjonsson will „mit einem Titel im Gepäck“ abreisen. Hannover wiederum sichert sich vertraglich, bewirbt sich aber sofort als Langfrist-Projekt – ein Signal an die eigene Kabine und an Konkurrenten, die ebenfalls auf dem Rechtsaußen-Markt fischen.
Die Zahlen sprechen für sich: In der laufenden Champions-League-Saison erzielt Gudjonsson 42 Treffer bei 54 Würfen, trifft in vier von fünf Spielen mindestens viermal. Hannover kassierte in der Offensive rechts bislang nur 18 Prozent der Tore – künftig soll diese Quote steigen.
Mit dem Transfer setzt Hannover ein Ausrufezeichen in einer Saison, die sportlich bislang holprig verläuft. Platz neun nach 18 Spielen – das reicht nicht für Europacup. Doch Pastor schielt bereits auf 2026/27: „Wenn Sigvaldi ankommt, haben wir internationale Klasse auf jeder Außenbahn.“ Die Recken-Fans können sich jetzt schon die Kombination Weber-Gudjonsson einspielen – und darauf freuen, dass der neue Mann bereits EM-Bronze im Gepäck hat. Für Hannover heißt es: Abwarten, Angriff starten, 2026 jubeln.
