Isco kämpft um sein comeback: ein wettlauf gegen die zeit

Ein Jahr voller Verletzungspech und Zweifel – für Isco Alarcón war die Saison 2025/26 eine der größten Herausforderungen seiner Karriere. Der spanische Spielmacher, der den Betis Sevilla in die Champions League zurückgeführt hat, stand kurz davor, seine Karriere zu beenden. Doch der Kampfgeist des Andalusiens ist noch lange nicht gebrochen.

Die odyssee der verletzungen

Alles begann im August vergangenen Jahres mit einem bitteren Einstand: Ein unglücklicher Zusammenstoß in La Rosaleda führte zu einem Bruch des Schienbeins. Bereits in der vorherigen Saison hatte Isco mit einer ähnlichen Verletzung an der anderen Bein zu kämpfen gehabt, die zwei Operationen erforderlich machte. Obwohl die Genesung dieses Mal planmäßig verlief, schlug das Schicksal prompt wieder zu. Im ersten Spiel als Stammspieler, nach einem kurzen Einsatz zuvor, kam es zu einem schweren Sprunggelenksverletzung durch einen Zusammenstoß mit seinem Mitspieler Amrabat. Die Diagnose war alarmierend und ließ Befürchtungen aufkommen, dass Isco möglicherweise seine Karriere beenden müsste.

„Diese letzte Verletzung war die schlimmste für mich, weil ich sie so erlebt habe. Es herrschte große Unsicherheit. Mir wurde gesagt, dass sie nicht wussten, ob ich überhaupt wieder spielen könnte, und das lässt dich gegen viele Dämonen kämpfen“, gestand Isco in einem exklusiven Interview bei MARCA. Die Worte des Spielers offenbaren die immense psychische Belastung, die er durch die wiederholten Rückschläge erfuhr.

Die rückkehr und die ungewöhnliche vorbereitung

Die rückkehr und die ungewöhnliche vorbereitung

Nach monatelanger harter Arbeit im Schatten, unterstützt durch Medikamente und Injektionen, wagte Isco schließlich seinen erneuten Einzug in die Liga. Er bestritt einige Spiele in der Endphase der Saison und feierte mit Betis den sensationellen Einzug in die Champions League – mehr als zwei Jahrzehnte nach dem letzten Mal.

„Ich sehe, dass ich ein wenig aus dem Loch herauskomme, in dem ich steckte. Ich sehe Licht, ich sehe den Weg zurück zum Genießen des Fußballs“, erklärte der Kapitän von Betis. Um den hart erkämpften Fortschritt nicht zu gefährden, traf Isco eine ungewöhnliche Entscheidung. Anstatt wie die meisten seiner Teamkollegen in den Urlaub zu fahren, beschloss er, noch einige Tage zu trainieren. Die Verantwortlichen in Sevilla zogen die Vorbereitung nach dem Vorbild seines Teamkollegen Héctor Bellerín aus dem Vorjahr nach.

Der Fokus liegt nun darauf, den anhaltenden Schmerz im Sprunggelenk zu beseitigen. Isco arbeitet intensiv an seiner körperlichen Verfassung, um mit voller Kraft in die neue Saison zu starten. Sein Ziel ist klar: Er will im Juli mit einem Neustart zurückkehren und seine ganze Klasse in den Dienst des Champions-League-Teams stellen.

Die Geschichte von Isco ist ein Beweis für die Widerstandsfähigkeit des menschlichen Geistes und die unbändige Liebe zum Fußball. Ob er seine früheren Leistungen wiederholen kann, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Isco wird alles daran setzen, um seine Karriere mit einem weiteren Kapitel zu schreiben.