Iran-konflikt: klima-schaden höher als gedacht – milliarden-rechnung!

Die ersten zwei Wochen des Konflikts im Nahen Osten haben einen verheerenden Klima-Fußabdruck hinterlassen: Laut einer neuen Studie, durchgeführt von britischen Wissenschaftlern, belaufen sich die Schäden bereits auf über 1,3 Milliarden US-Dollar. Ein Wert, der die internationale Gemeinschaft alarmieren sollte und die Notwendigkeit nachhaltiger Konfliktlösung unterstreicht.

Die zahlen sprechen eine deutliche sprache

Die Untersuchung der Queen Mary University of London, der Lancaster University und des Climate and Community Institute kommt zu erschreckenden Ergebnissen. Zwischen dem 28. Februar und dem 14. März wurden schätzungsweise 5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent freigesetzt – eine Menge, die der jährlichen Emissionen Islands entspricht. Die Quelle: Militärische Operationen, Angriffe auf Infrastruktur, aber vor allem die Zerstörung von Öl- und Tanklagern.

Was niemand wirklich auf dem Schirm hat: Die Emissionen sind nicht nur direkt durch Kampfhandlungen entstanden, sondern auch indirekt durch die Logistik und den Transport. Die Forschungsergebnisse stützen sich auf Methoden, die bereits bei der Analyse der Umweltauswirkungen der Konflikte in Gaza und der Ukraine erfolgreich eingesetzt wurden.

Vergleichswerte, die zum nachdenken anregen

Vergleichswerte, die zum nachdenken anregen

Um die Dimension des Schadens zu verdeutlichen: Die Emissionen der Gaza-Konflikte entsprechen dem Kohlenstoff, den 32 Millionen Hektar Wald absorbieren – mehr als 22-fach die Größe des Schwarzwaldes! In Deutschland würde das einer Menge CO2-Bilanz entsprechen, die von 7,6 Millionen Benzinfahrzeugen erzeugt wird – genau der Anzahl aller Fahrzeuge, die in Bayern unterwegs sind.

Die Zahlen in Bezug auf den Iran-Konflikt sind noch alarmierender. Experten des Climate and Community Institute schätzen, dass sich die CO2-Äquivalent-Emissionen im Vergleich zum israelisch-palästinensischen Konflikt vierfachen. Sollte der Konflikt sich hinziehen, könnte die Umweltbelastung die eines ölreichen Staates wie Kuwait oder die der 84 Länder mit den niedrigsten Emissionen zusammen genommen übersteigen – eine Summe von 131 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent.

Die langfristigen Folgen des Konflikts sind kaum abzusehen. Der Wiederaufbau von Gaza und Libanon wird voraussichtlich mindestens 24-mal so viele Emissionen verursachen wie die Kriegshandlungen selbst. Ein Teufelskreis, der die Klimakrise weiter befeuert.

Die Klimabilanz des Krieges ist eine unbequeme Wahrheit: Sie zeigt, dass militärische Konflikte nicht nur menschliches Leid verursachen, sondern auch eine massive Belastung für die Umwelt darstellen. Ein Fakt, der in politischen Entscheidungen dringender berücksichtigt werden muss. Die Rechnung, die wir zukünftigen Generationen hinterlassen, ist erschreckend hoch.