Iranische fußballer weichen aus: trainingslager verlegt nach tijuana!

Ein überraschender Schritt für den iranischen Fußball: Um Visaprobleme in den USA zu umgehen, hat das Nationalteam seinen Trainingsstützpunkt vor der Weltmeisterschaft 2026 ins mexikanische Tijuana verlegt. Die Entscheidung, die von Präsident der iranischen Fußball-Föderation, Mehdi Taj, bestätigt wurde, wirft Fragen auf, wie die Mannschaft dennoch ihre Spiele in den Vereinigten Staaten bestreiten wird.

Die visaproblematik: ein stolperstein für den wm-traum

Die visaproblematik: ein stolperstein für den wm-traum

Die Nachricht kam kurz vor dem Wochenende und sorgte für Aufsehen. Nach Berichten iranischer Medien sollen Visumanträge mehrerer Spieler von der US-Botschaft in Ankara abgelehnt worden sein, was die Föderation zu dieser drastischen Maßnahme veranlasste. Taj betonte, dass die FIFA die Verlagerung des Trainingslagers nach Mexiko gebilligt habe, nachdem intensive Gespräche mit dem Weltverband und den WM-Organisatoren geführt wurden. Die FIFA scheint hier pragmatisch gehandelt zu haben, um die Teilnahme Irans an der WM nicht zu gefährden.

Ein strategischer Schachzug? Der neue Stützpunkt in Tijuana, einer Grenzstadt zu San Diego, könnte eine logistische Lösung darstellen. Doch wie wird die Mannschaft die notwendigen Visa für die Spiele in Los Angeles und Seattle erhalten? Diese Frage bleibt unbeantwortet. Die iranische Föderation hatte zuvor zehn Bedingungen für die Teilnahme an der WM gestellt, darunter Garantien für Sicherheit, Reisefreiheit und Respekt vor iranischen Symbolen – und eben die Visafreiheit für das gesamte Team.

Die Spekulationen in iranischen Medien sind groß. Es wird gemunkelt, dass Washington möglicherweise Mitglieder der Delegation, die Verbindungen zur Revolutionsgarde haben, die als Terrororganisation gilt, die Visa verweigern könnte. Diese politische Dimension verleiht der Situation eine zusätzliche Brisanz. Die Gruppe G, in der Iran neben Neuseeland, Belgien und Ägypten antritt, wird somit auch zum Schauplatz geopolitischer Spannungen.

Die ersten beiden Spiele gegen Neuseeland (16. Juni) und Belgien (21. Juni) finden in Los Angeles statt, das dritte gegen Ägypten in Seattle. Ob die iranische Mannschaft rechtzeitig und vollständig in die USA reisen kann, bleibt abzuwarten. Die Entscheidung für Tijuana ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Visaproblematik die Vorbereitung des Teams erheblich beeinträchtigt.

Die FIFA muss nun sicherstellen, dass die notwendigen diplomatischen Kanäle eröffnet werden, um eine reibungslose Teilnahme Irans an der WM zu gewährleisten. Andernfalls droht ein internationaler Skandal.