Iranische fußballer auf dem weg: visaprobleme drohen wm-teilnahme!

Ein dramatischer Countdown läuft für den iranischen Fußballnationalmannschaft: Nur knapp einen Monat vor dem WM-Debüt in den USA verzögern sich die Visabeschaffungen für die Spieler. Während das Team bereits in der Türkei ein Trainingslager absolviert, bleibt die Ungewissheit, ob die Reise nach Los Angeles am 15. Juni überhaupt angetreten werden kann.

Die lage eskaliert: ein wettlauf gegen die zeit

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Die Nationalmannschaft ist am Montag in die Türkei aufgebrochen, um sich dort auf die Weltmeisterschaft vorzubereiten. Ursprünglich sollte das Team in den USA ein letztes Trainingslager absolvieren, doch die notwendigen Visa für die Spieler sind weiterhin nicht erteilt worden. Trainer Amir Ghalenoei äußerte seine Hoffnung, dass alle Spieler rechtzeitig ihre Visa erhalten, bevor es in die türkische Stadt Antalya geht, wo ein Trainingslager mit einem vorläufigen Kader von 30 Spielern geplant ist, der dann auf 26 reduziert werden soll.

Mehdi Mohammad Nabi, der Direktor der Nationalmannschaft, zeigte sich zwar optimistisch, betonte aber die Brisanz der Situation: „Gemäß unseren Prognosen und der Korrespondenz mit der FIFA sollte diese Angelegenheit innerhalb der nächsten zwei Wochen gelöst werden.“ Die Zeit drängt, denn das erste Spiel gegen Neuseeland steht bereits vor der Tür.

Ein politischer Schachzug? Die komplizierte Visa-Affäre hat tiefe politische Wurzeln. So kam es, dass der Präsident der iranischen Fußball-Föderation, Mehdi Taj, am vergangenen Samstag in Istanbul mit Mattias Grafström, dem Generalsekretär der FIFA, zusammentraf, um die Visa-Problematik zu besprechen. Taj äußerte sich anschließend „zufrieden“ über das Gespräch. Die Situation spitzt sich zu, da die iranische Föderation ihre Teilnahme an der WM an die Erfüllung von zehn Bedingungen knüpft, darunter Sicherheitsgarantien, Reisebestimmungen und Respekt für die Symbole der Islamischen Republik – und natürlich die Visaerteilung.

Washington zeigt sich unnachgiebig: Während die Spieler selbst wohl keine Probleme mit der Einreise haben werden, sollen Mitglieder der Delegation, die Verbindungen zur iranischen Revolutionsgarde unterhalten, vom US-Eintritt ausgeschlossen werden. Der US-amerikanische Außenminister Marco Rubio hatte bereits angekündigt, dass solche Personen nicht ins Land gelassen werden. Die FIFA hingegen, vertreten durch Präsident Gianni Infantino, versprach eine herzliche Aufnahme des iranischen Teams in Nordamerika und bezeichnete die WM als „das inklusivste Sportereignis der Geschichte“.

Die Entscheidung, das Trainingslager in die Türkei zu verlegen, ist ein deutliches Zeichen der Besorgnis. Ob die FIFA und die iranische Föderation rechtzeitig eine Lösung finden können, bleibt abzuwarten. Die Spieler und Fans hoffen auf ein Wunder, während die politischen Kräfte im Hintergrund weiter am Riemen ziehen. Die Welt blickt gespannt auf die Entwicklungen in diesem hochpolitisierten Fußballdrama.