Iran will nicht nach usa: fifa blockiert ausweichplan mexiko
Die iranische Nationalmannschaft droht kurz vor der WM 2026 zu kollabieren. Präsident Mehdi Taj erklärte am Dienstag öffentlich, seine Mannschaft werde „definitiv nicht in die USA reisen“. Grund: Donald Trump sichert der Delegation nicht das Leben zu. Die FIFA kontert sofort – und lässt Mexiko als Ersatzarena knapp abblitzen.
Trump spielt pingpong mit der sicherheit
Die Chronologie ist vertrackt. Erst twittert Trump auf Truth Social, die Iraner seien „willkommen“. Dann folgt das Addendum: „Ich halte es nicht für angemessen, dass sie dort sind, im Hinblick auf ihr eigenes Leben und ihre Sicherheit.“ Ein Satz, der in Teheran wie eine Kampfansage klingt. Mehdi Taj reagiert innerhalb von Stunden: „Wir verhandeln mit der FIFA, unsere Gruppenspiele nach Mexiko zu verlegen.“
Die FIFA dementiert binnen Minuten. Man freue sich, „alle Mannschaften gemäß dem am 6. Dezember veröffentlichten Spielplan“ zu begrüßen, heißt es bei SID. Mexiko? Kein Thema. Der Plan steht: Iran trifft am 14. Juni in Los Angeles auf Neuseeland, am 18. Juni dort auf Belgien, am 23. Juni in Seattle auf Ägypten. Das WM-Quartier liegt 180 Kilometer östlich in Tucson, Arizona – mitten im Bundesstaat, dessen Gouverneur seit Jahren mit harter Hand gegen iranische Visa vorgeht.

Die afc zuckt nur mit den schultern
Während sich die Verbände beschweren, klingt bei der asiatischen Konföderation alles nach Routine. Generalsekretär Windsor John in Kuala Lumpur: „Nach unserem Kenntnisstand wird Iran spielen.“ Offizielle Absage? Fehlanzeige. Die AFC verharrt in Warteposition, selbst wenn die Realität längst Risse zeigt. Visas für Spieler und Stab? Noch nicht beantragt. Logistik? Stockt. Und die Spieler selbst? Trainieren auf Teufel komm raus, wissen aber: Am 11. Juni kann ihr Flieger in eine Sackgasse starten.
Lo que nadie cuenta: Ein Ausstieg Irans würde die Gruppe F sprengen. Kein Ersatz, keine Nachnominierung – nur drei statt vier Teams, eine kleine KO-Runde schon in der Vorrunde. Die FIFA-Statuten kennen dafür Paragrafen, aber keine Lösung, die TV-Rechte und Ticketverkäufe rettet. Die Zahl spricht für sich: 1,2 Millionen verkaufte Tickets allein für die drei Iran-Spiele. Der finanzielle Schaden wäre höher als das politische Signal.
Die Uhr tickt. In 17 Tagen müssen endgültige Spielerlisten bei der FIFA eingehen. Bis dahin muss Teheran entweder die USA doch noch für sicher erklären – oder auf die WM verzichten. Taj bleibt hart: „Wir fahren nicht.“ Die FIFA bleibt härter: „Dann fahrt ihr eben gar nicht.“ Der erste Kick rückt näher, und der Iran steht vor der Wahl: Kniefall oder Kniebeuge. Beides tut weh.
