Iran will nach mexiko ausweichen – fifa blockt ab

Iran will seine WM-Partien nicht in den USA, sondern in Mexiko bestreiten. Die FIFA lässt den Deal platzen.

Trump winkt ab, fifa zieht durch

Der iranische Verband spricht von „nicht garantierbarer Sicherheit“, die FIFA von einem fixen Spielplan. Dazwischen steht Donald Trump, der auf Truth Social erst einlädt, dann droht. Resultat: Kein Umzug. Der Weltverband teilte am Dienstag dem SID mit, man freue sich darauf, „dass alle Teams gemäß dem am 6. Dezember 2025 veröffentlichten Programm antreten“. Damit ist der Fall für die FIFA erledigt.

Mehdi Taj, Präsident der iranischen FF, hatte zuvor öffentlich gemacht, man verhandle mit der FIFA über ein komplettes Ausweichprogramm nach Mexiko. Begründung: Die USA könnten die Sicherheit der Mannschaft nicht gewährleisten. Das Team ist für Gruppengegner in Los Angeles und Seattle eingeplant, das Quartier in Tucson gebucht. Tajs Statement erschien auf dem X-Kanal der iranischen Botschaft – und wurde in Zürich sofort zurückgepfiffen.

Afc hält an iran fest – bislang

Afc hält an iran fest – bislang

Die asiatische Konföderation zeigt sich unbeeindruckt. Generalsekretär Windsor John in Kuala Lumpur: „Nach unserem Kenntnisstand wird Iran spielen.“ Man beobachte die Lage, habe aber „keine offizielle Information“, dass das Team absagt. Die WM läuft vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada. Der Iran steht in einem Topf mit Neuseeland, Belgien und Ägypten. Sollte er tatsächlich fernbleiben, wäre der Ersatzmodus klar: Nächstplatzierte der asiatischen Qualifikation rückt nach, die Uhr tickt.

Die FIFA spielt auf Zeit. Intern heißt es, man prüfe „weitere Szenarien“, halte aber an der bisherigen Zuordnung fest. Die Logik ist einfach: Wer jetzt umschwenkt, öffnet eine Flut weiterer Sonderwünsche. Die Entscheidung ist nicht nur sportlich, sondern politisch brisant. Trump hat Iran seit Jahren mit Sanktionen belegt, die Spannungen sind seit dem Nahost-Konflikt auf dem Höchststand. Dennoch: Die FIFA verlässt sich auf diplomatische Garantien der US-Behörden, nicht auf Twitter-Statements.

Für den Iran bleibt nur die Wahl: mitspielen oder aufgeben. Ein erneutes Anlaufen Mexikos wäre ein Affront – und würde die FIFA zwingen, entweder nachzugeben oder auszuschließen. Beides wäre ein Präzedenzfall. Die Uhr läuft auf 100 Tage bis Eröffnung. Die Karten sind verteilt, die Kasse ist gezählt. Wer jetzt noch tauscht, spielt nicht nur gegen Gegner, sondern gegen das System.