Iran fordert fairplay ein: botschaft an die wm-konkurrenten!
Seattle – Die iranische Nationalmannschaft hat nach dem dramatischen Unentschieden gegen Ägypten, bei dem ein vermeintlicher Last-Minute-Siegtreffer aufgrund einer Haarfeinheit im Abseits nicht gezählt wurde, eine ungewöhnliche Botschaft an die anderen Teams in der Gruppe verfasst. Statt sich in Selbstmitleid zu verlieren, fordert das Team um Taremi Respekt und Fairplay in den verbleibenden Spielen.

Ein appell über den sport hinaus
Die Situation war angespannt. Nach einer Partie, die von vielen als ungerecht empfunden wurde, richtete der iranische Teamkader eine Botschaft auf eine taktische Tafel im Spindbereich, die weit über die üblichen sportlichen Kommentare hinausging. Es war ein Appell an das Gewissen aller Beteiligten, ein Aufruf zu einem Fußball, der mehr ist als nur das Streben nach Punkten.
“Wir kommen aus dem Iran, einem Land, das seit Tausenden von Jahren Ehre über den Sieg stellt”, so die Botschaft, die in den sozialen Medien viral ging. “Fußball ist für uns mehr als ein Spiel um Ergebnisse; er ist ein Test unseres Charakters. Punkte können auf viele Arten gewonnen werden, aber Respekt muss erworben werden. Vielleicht kann eine Mannschaft eine Gruppe überstehen, aber nur durch Korrektheit und Ehre kann man mit erhobenem Haupt gehen. Fairplay ist nicht nur eine Regel im Fußball; es ist die Seele des Spiels.”
Taremi, sichtlich frustriert, hatte sich zuvor gegenüber der FIFA äußerst kritisch geäußert und die Organisation als “ein Desaster” bezeichnet. Diese Emotionen spiegeln die Enttäuschung des gesamten Teams wider, doch anstatt sich der Bitterkeit hinzugeben, haben sie eine positive Botschaft ausgesendet.
Die Botschaft richtet sich insbesondere an die anderen Mannschaften, die noch um die Qualifikation für die K.o.-Runde kämpfen: Österreich, Algerien, Ghana, Kongo, Usbekistan und Kroatien. Mit Blick auf die kommenden Spiele zwischen Ghana und Kroatien sowie Algerien und Österreich – bei denen ein „Deal“ zur gegenseitigen Unterstützung nicht ausgeschlossen ist – mahnt der Iran zur sportlichen Integrität.
Sollten diese Szenarien eintreten, wäre der Iran ausgeschieden, trotz einer kämpferisch starken Leistung im Turnierverlauf. Doch das Team scheint sich nicht von diesem möglichen Ausscheiden definieren zu lassen, sondern möchte stattdessen einen bleibenden Eindruck hinterlassen – einen Eindruck von Stolz, Ehre und Respekt.
Es bleibt abzuwarten, ob die Botschaft des Iran Anklang findet und die anderen Nationen dazu bewegt, sich an den Prinzipien des Fairplay zu orientieren. Eines ist jedoch sicher: Das iranische Team hat mit seiner Haltung bewiesen, dass es mehr als nur ein Fußballteam ist – es ist ein Botschafter seiner Kultur und Werte auf der Weltbühne.
