Inter-youth verpasst finaleinzug: benfica zerstört traum in 90 minuten
Die U19 von Inter muss den Traum von der ersten Final-4-Teilnahme in der Youth League beerdigen. Gegen Benfica reicht eine furioso-Aufholjagd nicht – das 2:3 in Mailand schmerzt bis ins Mark.
Carbones jungs liefern sich krimi, der mit bitterem ende endet
26. Minute, Giuseppe Meazza fast ausverkauft: Federico Coletta, vor zwei Jahren noch Rom-Produkt, köpft das 0:1. Der ehemalige Roma-Talentspieler, den Mourinho schon in den Profi-Kader einplant, schlägt seinen Jugend-Klub. Inter-Torwart Taho pariert noch zweimal Weltklasse gegen Cabral und Umeh, doch die Azzurri rutschen mit 0:1 in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel schlägt Benfica erneut zu – Tiago Freitas erhöht per Kopf auf 2:0. Die Portugiesen, komplett aufgebaut um Europameister und Weltmeister der U17, wirken wie ein Uhrwerk. Doch dann der Knall: Zouin, 60 Sekunden auf dem Platz, trifft zum Anschluss. Die Kurve erbebt, Inter drückt. Iddrissou vergibt aus fünf Metern, das Leder fliegt Zentimeter am Pfosten vorbei. Die 12.000 Zuschauer ahnen: Hier hätte das Spiel kippen können.
Stattdessen kontert Benfica eiskalt. Francisco Silva – neun Tore in neun Youth-League-Einsätzen – schiebt zum 3:1 ein. Inter protestiert wegen einer Abseitsstellung, Schiedsrichter Göcek läuft weiter. Die Nerven liegen blank. In der 89. Minute noch einmal Spannung: El Mahboubi köpft das 2:3, Marello zirkelt fast den Ausgleich. Doch die Uhr tickt bis zur 94. Minute runter – aus, vorbei, Ende.

Frust statt fest: inter bleibt viertelfinal-opfer
Damit endet für Inter erneut im Viertelfinal die Reise – wie schon 2023 unter Andrea Zanchetta. Der Vergleich mit dem Benfica-Kollektiv schmerzt: Während die Portugiesen auf EM- und WM-Sieger bauen, fehlt Inter die internationale Reife. Trainer Benny Carbone versuchte es mit vier Wechseln, doch die individuelle Klasse von Cabral, Silva und Coletta war letztlich nicht zu bändigen.
Die Bilanz bleibt hart: Dreimal Youth-League-Teilnahme, kein Halbfinale. Für den Klub, der in der Serie A um Titel wirft, ein Armutszeugnis im Nachwuchs. Die Konsequenzen dürgen jetzt folgen: Sportdirektor Piero Ausilio war live im Stadion, die Scouting-Abteilung muss liefern. Denn die Europa-League-Saison der Profis rückt näher – und die eigenen Talente stehen noch nicht bereit.
Die U19 kehrt auf Platz neun der Primavera-Tabelle zurück. Die Playoffs rücken in weite Ferne. Traumtänzerisch war diese Nacht – doch am Ende bleibt nur die Erkenntnis: Benfica gehört ins Final Four, Inter muss von vorn beginnen. Und die Uhr tickt auch für den Traditionsklub.
