Inter vor dem 21. titel: ein punkt gegen parma genügt – san siro kocht
20.45 Uhr, Giuseppe-Meazza-Stadion: Wenn der Ball rollt, kann die Inter den 21. Scudettoperfekt machen. Ein einziger Zähler gegen das bereits geretteteParma reicht, um die Meisterschaft endgültig unter Dach und Fisch zu bringen. Die Kurve nördlich von Mailand ist schon jetzt ein Pulverfass.
Chivu setzt auf jugendliche wucht
Interimscoach Andrei Chivu schickt Sebastiano Esposito an die Seite von Marcus Thuram. Dahinter regiert Nicolò Barella das Mittelfeld, flankiert von Zielinski und dem alten Fuchs Mkhitaryan. Die Dreierkette mit Bastoni, Akanji und Bisseck soll den schnellen Parma-Kontern schon im Keim begegnen. Auf der Bank schmachtet Lautaro Martínez, falls es doch noch brenzlig wird.
Parma-Coach Cuesta dagegen rotiert. Valentin Pellegrino und Strefezza sollen für Entlastung sorgen, doch der Fokus liegt klar auf der Defensive. Die 5-3-2-Formation mit Suzuki im Tor ist ein offenes Eingeständnis: Punkte wären ein Geschenk, Schützenhilfe für die Titelrivale Mailand keine Absicht.

Schiri bonacina und die angst vor dem party-exzess
Kevin Bonacina aus Bergamo pfeift. Der 33-Jährige kennt die Druckkesselstimmung in San Siro, doch heute droht ein emotionales Erdbeben. Schon vor Anpfiff tosen die Fans, die Curva Nord probt den Meisterchor. Die Stadtverwaltung bereitet sich auf spontane Straßenpartys vor – die Polizei ist in Alarmbereitschaft.
Die Zahlen sprechen für die Nerazzurri: acht Spiele ohne Niederlage gegen Parma, nur zwei Auswärtssiege der Gialloblù in 28 Serie-A-Duellen an der viale Piccolomini. Das letzte Mal jubelte Parma 2018 – damals noch mit Gervinho und Roberto Inglese. Heute fehlt jede Spur von Glamour, dafür ist die Mission klar: nicht zur Fußnote werden.
20.45 Uhr: Der Countdown läuft. Wenn Bonacina pfeift, beginnt nicht nur ein Spiel, sondern eine Nacht, die in die Chroniken eingeht. Die 21. Meisterschaft der Inter wartet – und mit ihr die nächste Mailänder Machtdemonstration.
