Inter und atalanta: letzte runde wird zur nervenprobe – derbyschock trifft bayern-kater

14 Spiele. Keine Niederlage. Und trotzdem zittern beide Trainer, als wäre die Saison längst verloren. Cristian Chivu muss den Derby-Blues wegwischen, Gian Piero Gasperini die Champions-League-Demontage durch den FC Bayern vergessen machen. Sonst droht dem einen der Meister-Titel, dem anderen die Qualifikation. Samstagabend, San Siro: Schon wieder ein Endspiel.

Warum dieses duell die meisterschaft kippen kann

Der AC Mailand lauert nur zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter, hat am Sonntagabend bei Lazio Rom die Chance, vorbeizuziehen. Chivu weiß: Verliert seine Inter gegen die Dea, wird die Liga am Wochenende zur Risikozone. Die Statistik lügt nicht – Inter traf in dieser Serie 2,7 Mal pro Spiel. Doch die letzten drei Partien ohne Treffer von Pio Esposito sind ein Warnsignal.

Atalanta dagegen steht mit dem Rücken zur Wand. Nur ein Punkt aus den letzten zwei Spielen, fünf Zähler Rückstand auf Rang vier. Gasperinis System funktionierte gegen Sassuolo und Udinese nicht, die 0:3-Klatsche gegen die Münchner nagt am Selbstvertrauen. Die Coppa-Italia-Finalteilnahme am Horizont reicht nicht, wenn die Europa-League-Plätze wegfallen.

Die MyCombo-Analysten von SisalTipster setzen auf einen Heimsieg – sieben Siege in Serie gegen Atalanta sprechen für sich. Die Prognose: zwei bis vier Tore der Nerazzurri, höchstens ein Treffer der Gäste. Das letzte Bergamo-Triumph in der Scala del Calcio datiert aus dem Jahr 2014, damals traf Giacomo Bonaventura doppelt. Zwölf Jahre sind eine Ewigkeit, selbst im rasanten Italien-Fußball.

Chivus letzte mission: titel sichern, bevor der gegner anklopft

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Die Inter-Führung hat die Tabelle studiert, die Mediziner haben die Waden der Stars gemessen. Es gibt keine Rotation, keine Verschnaufpause. Chivu will die Meisterfeier so früh wie möglich einläuten, um den Druck aus der Via Aldo Rossi zu nehmen. Gasperini muss Risiko wagen, seine 3-4-1-2-Ordnung offener schalten, sonst droht die Saison-Katastrophe.

Der Zeitplan ist gnadenlos: Nach dem Inter-Spiel folgen Fiorentina und Roma – beide Champions-League-Anwärter. Atalanta kann sich keine weitere Panne leisten, Inter keine weitere Niederlage im eigenen Stadion. Die 90 Minuten am Samstag entscheiden, ob die Serie A noch ein spannendes Finale bekommt – oder ob Chivu den Sekt schon kaltstellen darf.