Inter stolpert, aber hält die führung – calhanoglu trifft per elfmeter
Mailand – Inter Mailand hat nach der überraschenden Niederlage in der Champions League gegen Bodö/Glimt eine erschreckend unspektakuläre Vorstellung gegen Genoa gezeigt, die aber dennoch zum 2:0-Sieg reichte. Die Meisterschaft ist für die Nerazzurri noch lange nicht entschieden, doch der Abstand zum ersten Verfolger wächst.

Die schmerzhafte erfahrung aus norwegen hallt nach
Die 1:3-Pleite in Bodö/Glimt hallte merklich nach. Trainer Cristian Chivu gestand nach dem Spiel, dass seine Mannschaft kurzzeitig den Faden verloren habe. Ein Gefühl, das sich auch in der ersten Halbzeit gegen Genoa widerspiegelte. Mchitarjan traf zwar die Latte, aber das Spiel wirkte zu bemüht, zu uninspiriert. Federico Dimarco brachte Inter schließlich per Volley in Führung, doch die Erleichterung war spürbar.
Der zweite Treffer fiel durch einen Handelfmeter, den Hakan Calhanoglu sicher verwandelte. Ein schmeichelhafter Sieg, der vor allem der Schwäche der Gäste geschuldet war. Genoa kämpfte, aber die individuelle Klasse der Mailänder entschied letztendlich das Spiel.
Yann Bisseck kam in der 67. Minute ins Spiel und versuchte, frischen Wind zu bringen. Allerdings fehlte ihm die Zeit, um wirklich Akzente zu setzen. Die Leistung des Teams insgesamt war weit entfernt von dem, was man von einem Champions-League-Aspiranten erwartet.
AC Mailand kann am Sonntag gegen Cremonese den Rückstand zwar verkürzen, aber Inter hat bereits einen komfortablen Vorsprung von 13 Punkten. Ein Vorsprung, der in dieser Saison kaum noch einzuholen sein dürfte. Aber die Vorstellung gegen Genoa war eine deutliche Warnung: Selbst mit einem komfortablen Vorsprung kann man sich nicht ausruhen. Die Erinnerung an Bodö/Glimt wird Inter noch lange begleiten. Und die Fans fordern mehr als nur Ergebnisse – sie fordern Leidenschaft und überzeugenden Fußball. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Inter aus seinen Fehlern lernt oder erneut stolpert.
Die Tatsache, dass die gegnerische Mannschaft nach dem Spiel keinen einzigen positiven Kommentar abgab, spricht Bände. Inter hat gewonnen, aber der Glanz fehlt. Der Titel ist noch nicht in trockenen Tüchern. Er ist lediglich greifbar nah.
