Wnba knackt die millionengrenze: gehaltsobergrenze verfünffacht sich
Die WNBA hat ihren Tarifkrieg gewonnen – und wie. Mit einem Siebenjahresvertrag, der die Gehaltsobergrenze der Teams von 1,5 Millionen Dollar auf 7 Millionen Dollar katapultiert, schreibt die nordamerikanische Frauen-Basketball-Liga Geschichte. Erstmals können Spielerinnen in der Liga Millionenverträge unterschreiben.
Maximalgehalt steigt auf 1,4 millionen dollar
Die Top-Verdienerinnen der Liga dürfen künftig mit einem Maximalgehalt von 1,4 Millionen Dollar pro Saison planen – ein Betrag, der vor wenigen Jahren noch undenkbar war. Die Gehaltsobergrenze wird zudem jährlich an das Umsatzwachstum von Liga und Teams gekoppelt, was die Spielerinnen an den künftigen Erlösen beteiligt.
„Der Tarifvertrag für 2026 führt das erste umfassende Modell zur Umsatzbeteiligung in der Geschichte des professionellen Frauensports ein“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung von WNBA und Spielergewerkschaft WNBPA. Die Einnahmen seien nicht gedeckelt – mit steigenden Erlösen steigen auch die Gehälter.

Engelbert feiert sich – aber nicht alle feiern mit
WNBA-Commissioner Cathy Engelbert spricht von einem „Meilenstein in der 30-jährigen Geschichte der WNBA und des gesamten professionellen Frauensports“. Doch der Applaus fällt nicht ungeteilt aus. Gerade erfahrene Spielerinnen hatten Engelbert in den vergangenen Monaten heftig kritisiert. Napheesa Collier, Star der Minnesota Lynx, warf ihr „Fahrlässigkeit“ vor.
Die Spannung war spürbar, die Verhandlungen zogen sich monatelang hin. Nun, drei Tage nach der mündlichen Einigung, liegt der Deal schriftlich vor. In der Lobby eines Hotels in Midtown Manhattan hatten sich die Vertreterinnen der WNBPA sichtlich erleichtert gezeigt.

Stewart: „jede bekommt, was sie verdient – und mehr“
„Dieser Vertrag wird dazu beitragen, ein System aufzubauen, in dem jede genau das bekommt, was sie verdient – und noch mehr – sowohl auf dem Spielfeld als auch abseits davon“, sagte Breanna Stewart, Vizepräsidentin der Gewerkschaft und Meisterin 2024 mit den New York Liberty. An ihrer Seite: die deutschen Nationalspielerinnen Nyara Sabally und Leonie Fiebich.
Die neue Ära beginnt am 8. Mai mit dem Saisonstart. Die Spielerinnen müssen dem Vertrag nun noch formal zustimmen – doch die Richtung ist klar: Die WNBA rüstet sich für die Zukunft, und die Athletinnen werden endlich wie die Profis behandelt, die sie sind.
