Ingolstadt überrascht: löwen verlieren spitzenspiel!

Grünwalder Stadion bebte – zumindest in der zweiten Hälfte. Der FC Ingolstadt hat dem TSV 1860 München im vorletzten Saisonspiel der 3. Liga ein schmerzhaftes 2:1 verpasst und damit die Hoffnungen der Löwen auf einen direkten Aufstieg gehörig getrübt. Ein Derby, das mehr als nur drei Punkte bedeutete, endete mit einer überraschenden Wende.

Die erste halbzeit: löwen zeigen feuer

Die Anfangsphase gehörte klar den Hausherren. Angespornt vom eigenen Anhang präsentierten sich die Münchner von ihrer besten Seite. Das Spiel war geprägt von schnellen Angriffen und aggressivem Zweikampfverhalten. Und es zahlte sich aus: Kurz vor dem Pausenpfiff gelang Samuel Althaus die Führung für die Löwen. Ein verdienter Zwischenstand, der die Fans zum Jubeln brachte.

Die zweite halbzeit: die schanzer drehen das spiel

Die zweite halbzeit: die schanzer drehen das spiel

Doch nach der Pause sah alles anders aus. Der FC Ingolstadt präsentierte sich als komplett neues Team. Das Mittelfeld um Spielmacher Besuschkow fand besser zu, und die Angreifer wurden zielstrebiger. In der 57. Minute war es dann Marcel Costly, der mit einem präzisen Schuss den Ausgleich markierte. Die Löwen wirkten geschockt, während die Gäste nun das Kommando übernahmen. Keine zehn Minuten später gelang Besuschkow per Kopf die umjubelte Führung für Ingolstadt. Die Partie war komplett gedreht.

Ein bitteres Ende für 1860, das trotz allem Grund zur Freude hat. Denn gleichzeitig sicherte sich die Würzburger Kickers den Aufstieg in die 2. Bundesliga, was für die Löwen den direkten Weg in den DFB-Pokal ebnete – eine kleine Genugtuung in dieser enttäuschenden Saison.

Die Abschiede von Spielern wie Jesper Verlaat, der sichtlich gerührt im Trikot der Löwen zum letzten Mal auflief, ließen die Atmosphäre im Stadion noch einmal emotionaler werden. Ein Moment, der den Fußballerherzen der Fans lange in Erinnerung bleiben wird.

Die Schanzer hingegen können den Sieg als wichtigen Schritt in Richtung ihrer langfristigen Ziele sehen, die Präsident Peter Jackwerth unmissverständlich formuliert hat: „Wir fangen jetzt bei Null an und verstärken uns punktuell, um in spätestens vier Jahren in die Bundesliga aufzusteigen.“ Ein ambitioniertes Ziel, das mit dem heutigen Sieg einen ersten Hoffnungsschimmer lieferte.