Infantino versöhnt, trump nickt: iran doch bei wm dabei – diplomatische hürden bleiben!
Vancouver – Ein Aufatmen ging durch die Fußballwelt: Gianni Infantino, der Präsident der FIFA, hat unmissverständlich klargestellt, dass der Iran bei der Weltmeisterschaft 2026 dabei sein wird. Die Ankündigung erfolgte während des FIFA-Kongresses in Kanada, inmitten wachsender Unsicherheit und der Bedrohung eines Boykotts durch Teheran. Doch die Freude wird getrübt durch einen diplomatischen Eklat rund um den iranischen Fußballverband.
Trumps zustimmung: „wenn gianni das sagt, ist es gut“
Die Bestätigung Infantinos fiel in einer Rede, in der er die Einheit im Fußball betonte: „Unser Ziel ist es, die Menschen zusammenzubringen. Fußball und die FIFA vereinen die Welt.“ Die Worte des FIFA-Chefs fanden prompt Anklang bei US-Präsident Donald Trump, der sich ebenfalls zu Wort meldete. Mit einem Schulterzucken kommentierte Trump die Situation: „Wenn Gianni das sagt, dann ist das für mich in Ordnung. Gianni ist fantastisch!“ – ein deutliches Zeichen der guten Beziehungen zwischen dem Politiker und dem Fußballfunktionär.

Iranische delegation an der grenze gestoppt
Doch während Infantino und Trump Harmonie demonstrierten, bahnte sich ein unerwarteter Konflikt an. Die iranische Delegation, angeführt vom Präsidenten des iranischen Fußballverbands, Mehdi Taj, wurde am kanadischen Grenzübergang Toronto abgewiesen und zurück nach Istanbul geschickt. Taj berichtete von einem „inakzeptablen“ Verhalten der Einwanderungsbehörden, obwohl die Reisenden gültige Visa besäßen. Die kanadische Regierung begründete die Entscheidung mit den Verbindungen der iranischen Funktionäre zum Korps der Revolutionsgarden, das von den USA und anderen Ländern als Terrororganisation eingestuft wird.
Die Situation eskaliert: Die Fifa hat sich daraufhin umgehend bei der iranischen Delegation für den Vorfall entschuldigt und ein Treffen mit Infantino angekündigt. Außenministerin Anita Anand versuchte, die Wogen zu glätten und betonte, dass es sich um eine „nicht beabsichtigte“ Maßnahme gehandelt habe, deren Klärung dem zuständigen Minister für Einwanderung obliege. Die diplomatischen Spannungen sind jedoch unübersehbar und werfen einen Schatten auf die Teilnahme der iranischen Nationalmannschaft.
Die WM 2026 in Nordamerika steht also vor einer Zerreißprobe. Während Infantino und Trump die Brücken der Einheit bauen wollen, droht ein internationaler Konflikt, der den Sport in den Hintergrund drängt. Die Frage ist, ob die FIFA die diplomatischen Hürden überwinden und den Iran tatsächlich nach Kanada lassen kann, ohne das Verhältnis zu den USA nachhaltig zu belasten. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
