Indy 500: rossi kämpft mit verletzung, regen droht!

Indianapolis, Indiana – Die Luft knisterte vor Spannung beim Carb Day, dem letzten freien Training vor der 108. Indy 500. Doch neben den üblichen Feinabstimmungen und letzten Vorbereitungen lastet nun eine düstere Wolke über den Rennstrecke: die drohende Regenwahrscheinlichkeit am Renntag selbst.

Alexander rossi trotzt seinem verletzten handgelenk

Alexander rossi trotzt seinem verletzten handgelenk

Für Alexander Rossi war es ein Kraftakt. Mit einem angefundenen Handgelenk absolvierte er 47 Runden – ein Beweis seines unbändigen Willens, trotz der Schmerzen anzutreten. Auch Pato O’Ward hatte mit den Folgen des Unfalls am Montag zu kämpfen und war gezwungen, sich intensiv an seinen Ersatzwagen zu gewöhnen. Die Teams arbeiten fieberhaft daran, ihre Boliden in den bestmöglichen Zustand zu versetzen, während die Zeit verrinnt.

Scott McLaughlin hatte die Premiere seines neuen Rennmotors, während Álex Palou satte 68 Runden absolvierte, um seine Chancen auf die Titelverteidigung zu maximieren. Das Team Ganassi scheint gut vorbereitet, obwohl Palou kurzzeitig einen Problem mit der Hinterachse hatte, was einen kurzen Boxenstopp zur Folge hatte.

Josef Newgarden präsentierte sich erneut in Topform und führte die Trainingssitzungen an. Er gilt als einer der größten Herausforderer von Palou, obwohl er am Sonntag von Startposition 23 aus antreten muss. Die Strategie wird entscheidend sein, um den Rückstand aufzuholen.

Die Klassement der Practice 8 (Carb Day) spiegelt die enge Konkurrenz wider: Josef Newgarden führte vor Christian Rasmussen und David Malukas. Namen wie Daly, Malukas und McLaughlin konnten ihre starke Form aus der Vortageswoche bestätigen, während Sato und Kirkwood ebenfalls zu den Top-Performern gehörten. Ein Überraschungsmann war Rasmussen, der als Zweiter auftauchte.

Ein Problem gab es für Félix Rosenqvist, der in der vergangenen Woche noch als einer der Favoriten galt, aber seit Samstag mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Ein mechanischer Defekt an der Hinterachse behinderte ihn am Carb Day erheblich.

Die Bedingungen auf der Strecke ähnelten bereits denen am Sonntag und die Vorhersagen deuten auf weitere Regenfälle am Freitag und Samstag hin. Die größte Sorge ist nun das Wetter am Renntag selbst, das die Rennstrategie komplett durchkreuzen könnte. Die Teams hoffen, dass die Wettervorhersagen sich noch ändern werden, denn ein Rennen unter Regen wäre ein völlig anderes Spektakel.

Die Teams können ihre Autos nun nicht mehr verändern, aber die Hoffnung ruht auf den Wettergöttern – und auf einem trockenen Sonntag in Indianapolis.