Ice tigers fegen sieben profis raus – nur drei dürfen bleiben
Nürnberg schlägt nach dem verpatzten Play-off-Aus gleich doppelt zu: Während Constantin Braun, Tyler Spezia und Greg Meireles ihre Verträge verlängern, müssen sieben weitere Spieler die Arena verlassen. Ein radikaler Schnitt, der die Ice Tigers komplett neu erfinden lässt.
Die ausgemusterten: ein ganzer sturm kehrt den klubs den rücken
Unter den Abgängen finden sich keine Randfiguren. Torhüter Evan Fitzpatrick galt lange als Nummer eins, Sinan Akdag zählte in der Defensive zu den Arbeitstieren und Roman Kechter war mit 25 Punkten Topscorer der letzten Hauptrunde. Mit einem Federstrich verschwindet fast ein kompletter Sturm-Block. Manager Max Fedra erklärt die Kehrtwende knapp: „Wir brauchen Frische und neue Impulse, um wieder in die Spitzengruppe zu stoßen.“
Die Entscheidung fällt besonders pikant aus, weil die Ice Tigers erst im April ihr Saisonziel verpasst hatten. Nach dem Aus in der ersten Play-off-Runde gegen die Iserlohn Roosters sickerte intern durch, dass die Kabinenführung an Kraft verloren hatte. Jetzt sprengt der Club das Konstrukt – und setzt auf drei verbliebene Leistungsträger.

Braun, spezia, meireles – das gerüst bleibt
Defensiv-Chef Braun, 38 Jahre alt, wird zur Identifikationsfigur. Er unterschreibt bereits seine vierte Saison in Nürnberg und soll jungen Import-Spielern den Einstieg erleichtern. Bei Spezia und Meireles baut Cheftrainer Tom Rowe auf Kontinuität: Beide erzielten in ihrem Debütjahr gemeinsam 73 Scorerpunkte und galten als einziges konstantes Offensiv-Duo.
Dennoch bleibt die Frage, ob die verbleibende Rumpf-Truppe die Lücke füllen kann. Die Vereinsführung wartet noch mit Personal-Neuigkeiten auf, hinter den Kulissen laufen Gespräche mit mehreren NHL-ausgeliehenen Talenten. Insider berichten von mindestens vier Neuzugängen innerhalb der nächsten zehn Tage.
Für Fans ist die Message eindeutig: Die Ice Tigers wollen 2025 wieder um das Halbfinale mitspielen. Ob der radikale Kader-Umbau der richtige Hebel ist, zeigt sich spätestens, wenn das Eis im September wieder glänzt. Bis dahin herrscht in Nürnberg höchste Baustellen-Stimmung – und das ist noch die freundlichste Umschreibung für den Umbruch, der den Club komplett neu erfindet.
