Hüttel kritisiert fis nach abbruch des olympia-teamwettbewerbs scharf
Olympia-drama in der skisprung-teamkonkurrenz
Nach dem vorzeitigen Abbruch
des olympischen Teamwettbewerbs der Skispringer hat sich Horst Hüttel, der Sportdirektor des Deutschen Skiverbands (DSV), in aller Deutlichkeit über den Weltverband FIS kritisiert. Hüttel zeigte sich äußerst verärgert über die Entscheidung und bemängelte die mangelnde Professionalität der Verantwortlichen. Das deutsche Team lag zum Zeitpunkt des Abbruchs in Führung, musste sich jedoch letztendlich mit Rang vier begnügen.
Wettervorhersagen ignoriert? hüttels kritik
„Ich bin richtig, richtig sauer“, so Hüttel gegenüber SID. „Alle Wetter-Apps haben angezeigt, dass nach zehn Minuten der Schneefall aufhört. Diese Wetter-App muss auch die FIS haben. Ich verstehe nicht, dass man nicht eine gewisse professionelle Besonnenheit hat, um diese zehn Minuten noch abzuwarten.“ Laut Hüttel hätte man die Athleten nach dem kurzen Schneefall noch einmal springen lassen können, was in der Vergangenheit bereits erfolgreich praktiziert wurde.

Fis verteidigt abbruch wegen verlangsamter anlaufspur
Sandro Pertile, der FIS-Renndirektor, verteidigte die Entscheidung zum Abbruch. Er erklärte, dass die Anlaufspur durch den heftigen Schneefall deutlich verlangsamt worden sei und ein fairer Wettkampf nicht mehr gewährleistet gewesen wäre. „Wir haben versucht, die Spur zu reinigen, aber wir haben sofort festgestellt, dass das Tempo in der Spur verloren geht. Der Unterschied war deutlich spürbar“, erklärte Pertile gegenüber Eurosport.
Mangelnde vorsorge: hüttel kritisiert fehlende vorspringer
Ein weiterer Kritikpunkt Hüttels war der Verzicht auf Vorspringer, die die Anlaufspur in einem optimalen Zustand hätten halten können. „Während sie beraten haben, ist der einzige Vorspringer gesprungen. Es ist vollkommen klar, dass dann die Spur feucht wird. Man muss als Veranstalter beim normalen Weltcup zwölf Vorspringer haben, damit die Spur permanent durchgefahren wird. Anscheinend war keiner oben“, so Hüttel, der die Situation als „schlichtweg unprofessionell“ und „miserabel schlecht gearbeitet“ bezeichnete.
Wie sich der abbruch auf das ergebnis auswirkte
Durch den Abbruch wurde das Ergebnis nach dem zweiten Durchgang gewertet. Das deutsche Duo Philipp Raimund und Andreas Wellinger, das nach dem zweiten Durchgang in Führung gelegen hatte, fiel dadurch auf den vierten Platz zurück. Die Top-Springer von drei Nationen standen noch vor ihren letzten Sprüngen.
Zusammenfassung der kritikpunkte
- Ignorieren von präzisen Wettervorhersagen
- Mangelnde Flexibilität bei der Wettkampfdurchführung
- Verzicht auf Vorspringer zur Sicherstellung einer optimalen Anlaufspur
- Fehlende Professionalität bei der Organisation des Wettbewerbs
Die Kritik von Horst Hüttel verdeutlicht die angespannte Situation und die Notwendigkeit, die Organisation und Durchführung von Skisprungwettbewerben zu verbessern, um faire und spannende Wettbewerbe zu gewährleisten. Die Diskussion wird sicherlich auch in den kommenden Tagen weitergehen.
