Humphries sagt münchner lieblingsturnier ab – und verrät, warum er trotzdem lacht
Luke Humphries fehlt beim German Darts Grand Prix. Die Nummer zwei der Welt nimmt sich eine Auszeit – und das ausgerechnet über Ostern in München, wo er 2022 und 2024 triumphierte. Die Begründung klingt nach Ehrlichkeit statt PR.
„Ich brauche diese pause“ – humphries zieht die notbremse
Im Zenith steht am 4. bis 6. April kein Pfeil mehr in seiner Hand. Humphries bestätigte am Premier-League-Abend in Berlin: „Ich werde nicht anreisen. Die letzten Jahre auf der European Tour waren intensiv.“ Die Worte fallen leise, aber bestimmt. Er habe sich gern geschlagen, doch der Körper verlange nun nach Luft.
Die Rechnung geht auf. Humphries führt die European-Tour-Order-of-Merit souverän an. Die Top 32 dürfen im Oktober nach Dortmund zur European Championship – er ist bereits drin. Also kann er sich diesen Luxus leisten. Und er nimmt ihn sich.

13 Minuten, 113 average, 8:1 – das münchner kapitel bleibt unvergessen
2022 jagte er Michael van Gerwen in unter einer Viertelstunde vom Board. 13 Minuten Netto-Spielzeit, 113 Punkte Schnitt, 8:1. Ein Finale, das in die Geschichtsbücher rutschte. Auch 2024 krönte er sich erneut – und nun? Stille.
Die Fans werden seine locker-lässige Art vermissen. Humphries selbst auch. „Ich wünschte, das Turnier läge später im Kalender“, sagt er. „München ist mein Lieblingstermin.“ Die Ironie: Erst siegt er zweimal, dann sagt er ab. Doch wer die Tour kennt, weiß: Ohne Pause kein zweiter Atem.
Für die Veranstalter ist der Ausfall ein Brocken. Für die Konkurrenz eine Chance. Und für Humphries ein Statement – dass Gesundheit mehr zählt als jedes Preisgeld. Wenn er zurückkommt, wird München wieder bereit stehen. Die Pfeile liegen schon bereit.
