Hummels schimpft: wm-rasen ist ein witz!
Der Schock sitzt tief
: Mats Hummels, frischgebackener TV-Experte für MagentaTV, hat bei der WM in Nordamerika kein gutes Haar gelassen – und zwar nicht am Gegner. Sein Zorn richtet sich gegen die Platzverhältnisse, die er schlichtweg als inakzeptabel bezeichnet. Das Turnier, das eigentlich Glanz und Gloria versprechen sollte, wird so zur Bühne für eine Rasen-Krise.
Hybridrasen? bei einer wm geht das gar nicht!
Hummels, der als Weltmeister von 2014 zweifellos Ahnung hat, sprach sich unmissverständlich aus: „Es gibt hier schon viele Kunstrasenplätze. Und das geht natürlich gar nicht.“ Selbst der sogenannte Hybridrasen, der in den Stadien zum Einsatz kommt, erfüllt nicht seine hohen Ansprüche. „Bei einer Weltmeisterschaft muss es ein richtiger Rasen sein“, betonte der ehemalige Innenverteidiger. Das ist eine klare Ansage an den Veranstalter und die FIFA.
Während in den USA, beispielsweise im Los Angeles Stadium, Kunstrasen in Sportarten wie American Football und der MLS gang und gäbe ist – vor allem aufgrund der klimatischen Bedingungen –, verstößt dies gegen die FIFA-Vorschriften für eine Weltmeisterschaft. Die Notwendigkeit, in einigen Stadien neuen Rollrasen zu verlegen, zeugt von dem Dilemma, das die Ausrichtung auf unterschiedliche sportliche Bedürfnisse mit sich bringt.
Hummels zeigt Verständnis für Vereine, die auf Hybridrasen setzen, um die Spielbedingungen zu stabilisieren und die Pflege zu vereinfachen. „Ich verstehe es bei Vereinen, wenn sie einen Hybrid machen und vielleicht 20, 30 Heimspiele in einer Saison haben oder sogar noch mehr“, räumte er ein. Aber eben: Eine Weltmeisterschaft, das höchste aller Fußballspiele, verdient es, auf dem bestmöglichen, natürlichen Rasen ausgetragen zu werden. Die Forderung ist eindeutig.
Die Qualität der Spielfelder beeinflusst nicht nur das Spielgeschehen, sondern auch die Gesundheit der Spieler. Ein schlechter Rasen erhöht das Verletzungsrisiko und beeinträchtigt die Chancengleichheit. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen noch kurzfristig Maßnahmen ergreifen, um den WM-Rasen auf ein akzeptables Niveau zu heben. Sonst droht dem Turnier ein Imageschaden, der über die sportlichen Leistungen hinausgeht.
