Hülkenberg frustriert: monaco-rennen zum vergessen!
Ein bitteres Wochenende in Monaco: Für Nico Hülkenberg endete das Formel-1-Rennen in einer Mischung aus Frustration und unverständlichen Strafen. Der Audi-Pilot kämpfte sich zwar nach einem suboptimalen Startplatz nach vorne, doch am Ende landete er aufgrund einer umstrittenen Entscheidung der Streckenposten außerhalb der Punkte.
Williams-taktik blockiert hülkenberg
Schon vor dem Rennen sorgte das Team Williams für Unmut. Alexander Albon fuhr ein taktisches Spiel, das das Mittelfeld massiv verlangsamte. Der Effekt: Teamkollege Carlos Sainz konnte ohne Positionseinbußen eine Reifenwahl treffen – ein Vorteil, den Hülkenberg nicht hatte. „Die Williams haben ihre Teamspielchen gespielt, das war ein ziemlich bitteres Rennen“, kommentierte Hülkenberg nach dem Rennen bei „Sky“.
Die Situation, in der Hülkenberg sich befand, sei frustrierend, so der erfahrene Rennfahrer. „Wenn man von einem Team extra eingebremst wird und man nichts machen kann, ist man hoffnungslos ausgeliefert. Das haben wir letztes Jahr bereits erlebt.“ Er fügte hinzu, dass es „erwartbar“ sei, wenn ein Team zwei Autos unmittelbar hintereinander habe.
Timo Glock, Sky-Experte, sah die Sache pragmatischer: „Das gehört in Monaco dazu.“

Kontaktsituation in loews-kurve führt zu strafe
Die Pace für die Punkte war offensichtlich vorhanden, wie Hülkenberg betonte. „Wir hatten ein gutes Paket hier, das hat man im Rennen gesehen.“ Doch dann kam es zur Kollision mit Carlos Sainz in der notoriously engen Loews-Kurve. Hülkenberg kassierte dafür eine Zehn-Sekunden-Strafe und verlor damit seine hart erkämpften Punkte.
„Natürlich verstehe ich die Strafe nicht“, erklärte Hülkenberg gegenüber den Medien. „Ich hatte nur diesen einen Live-Moment im Cockpit. Esteban schlängelte ein bisschen herum, ich musste einen Unfall vermeiden, geriet in der Loews-Kurve ganz nach innen mit vollem Lenkeinschlag und dann war das irgendwie unvermeidbar. Carlos kam um die Kurve und es gab den Kontakt. Es war einfach Racing.“
Auch Sky-Experte Glock zeigte Verständnis für Hülkenberg: „Für mich ist das in Monaco ein normaler Rennunfall, der gerade in so einer Kurve passieren kann. Nico kann sich da nicht in Luft auslösen. Für Carlos Sainz ist das halt ein toter Winkel, sodass er nicht weiß, dass Hülkenberg innen drin ist. Er war dem auch ausgeliefert. Für mich daher ein Rennunfall.“
Die Entscheidung der Streckenposten bleibt umstritten, doch für Hülkenberg gilt es nun, die Strapazen von Monaco schnell zu vergessen und sich auf das nächste Rennen zu konzentrieren. Die Frustration ist spürbar, aber die Hoffnung auf bessere Ergebnisse bleibt bestehen.
