Hukporti: der sechste deutsche im nba-finale – kann er die durststrecke beenden?

Ariel Hukporti, der 24-jährige Center der New York Knicks, steht vor dem größten Auftritt seiner Karriere. Als sechster deutscher Spieler überhaupt strebt er ab Donnerstag (2.30 Uhr MEZ, Amazon Prime) im NBA-Finale gegen die San Antonio Spurs nach dem Titel. Kann er das fast 20 Jahre währende Warten der deutschen Fans auf einen neuen Champion beenden?

Eine lange tradition deutscher nba-hoffnungen

Eine lange tradition deutscher nba-hoffnungen

Die NBA-Geschichte ist geprägt von deutschen Spielern, die den Traum vom Titel verfolgten. Detlef Schrempf war 1996 als erster dabei, scheiterte aber mit den Seattle SuperSonics an Michael Jordans Chicago Bulls. Zehn Jahre später scheiterte Dirk Nowitzki ebenfalls im Finale, diesmal mit den Dallas Mavericks gegen die Miami Heat. 2011 war es dann soweit: Nowitzki führte die Mavericks zum Titel, ein historischer Moment für den deutschen Basketball. Seitdem gab es immer wieder deutsche Spieler in den Finalseries – Daniel Theis, Maximilian Kleber und Isaiah Hartenstein – doch der ersehnte Titelgewinn ließ auf sich warten.

Hukportis Chance im Schatten von Robinson: Der ehemalige Stralsunder wird in den Finals wahrscheinlich keine tragende Rolle spielen. In der regulären Saison und den Playoffs kam er im Schnitt auf neun Minuten Einsatzzeit. Doch der Ausfall von Backup-Center Mitchell Robinson, der sich eine Handfraktur zugezogen hat, könnte Hukporti nun mehr Spielzeit ermöglichen. Karl-Anthony Towns benötigt dringend eine zuverlässige Rotation, und hier könnte Hukporti überraschen.

Die Bilanz deutscher Spieler in den NBA-Finals liest sich wie ein Lehrbuch der verpassten Chancen: Schrempf (2:4), Nowitzki (2:4), Theis (2:4), Kleber (1:4) und Hartenstein (4:3). Nur Nowitzki konnte den Fluch brechen. Die Spurs, angeführt von einem jungen und hungrigen Kader, stellen eine harte Nuss dar. Aber Hukporti, der sich hart für seinen Platz in der Rotation erkämpft hat, ist bereit, seinen Beitrag zu leisten. Ob das für den Titel reicht, steht natürlich in den Sternen.

Die NBA-Fans weltweit blicken gespannt auf die Finals. Für deutsche Basketballfans ist es mehr als nur ein Spiel – es ist die Hoffnung auf eine Wiederholung des Dallas-Wunders von 2011 und der Beweis, dass deutsche Spieler auch in der stärksten Liga der Welt die Weltklasse erreichen können. Die Chance ist da, und Ariel Hukporti wird sie nutzen.