Huesca stürzt ab: aragón ohne profifußball!

Ein Schock für den aragonesischen Fußball: SD Huesca ist abgestürzt. Nach neun Jahren in der zweiten Liga und zwei Jahren in der Primera División kehren die Oscenses in die Drittklassigkeit zurück – ein Abstieg, der seit Monaten absehbar war und nun bitter Realität geworden ist.

Die spirale des niedergangs

Die spirale des niedergangs

Die Saison verlief für Huesca alles andere als zufriedenstellend. Nach einem vielversprechenden Start in die Saison kippte das Blatt früh. Der Entschluss, den Trainer Sergi Guillo zu entlassen, erwies sich als Fehlentscheidung, denn auch sein Nachfolger, Sportian Bolo, konnte das Ruder nicht herumreißen. Gemeinsam mit dem Sportdirektor Ángel Martín González musste er seinen Hut nehmen.

José Luis Oltra übernahm das Traineramt, doch auch er konnte den Abstiegskampf nicht erfolgreich gestalten. Der Verlust des Kapitäns Jorge Pulido, der im Winter zu Almería wechselte, schmerzte zusätzlich. Auch die Abgänge von Schlüsselspielern wie Kortajarena und Ángel Pérez im Januar schwächten den Kader erheblich. Die Neuzugänge konnten die entstandenen Lücken nicht schließen, und der Wintertransfermarkt wurde vergeben.

Die Situation eskalierte, als die Mannschaft in entscheidenden Spielen Federn ließ. Die Rettung war mit Abstand die günstigste der Vereinsgeschichte, doch Huesca konnte sie nicht mehr realisieren. Der Abstieg fällt doppelt schwer, da er zeitgleich mit dem des Rivalen Real Zaragoza geschieht. Aragón steht somit ohne Vertreter in der professionellen Liga da.

Die Bilanz ist düster: Zwei Jahre in der Primera División, neun Jahre in der Segunda División und nun der Rückschlag in die Drittklassigkeit. Die Verantwortlichen stehen vor der Mammutaufgabe, den Verein neu aufzubauen und so schnell wie möglich wieder in die professionelle Liga zurückzuführen. Die Fans sind enttäuscht, aber die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in bessere Zeiten bleibt bestehen.