Huesca setzt auf jardiel: der plan, der osca zurück in segunda katapultieren soll
Die Bombe ist gelutscht. Nach Wochen des Taktierens macht SD Huesca Raúl Jardiel offiziell zum neuen Trainer – und liefert das Konzept gleich mit. Ein echter Aragonier, der die Region kennt wie seine Westentasche, soll den Klub aus der dritten Liga schleudern.
Aragonesischer dream-team-ansatz: jardiel plus roldán
Als Assistent holt Jardiel Pablo Roldán an die Seitenlinie. Der Zaragozaner kommt frisch vom Espanyol-B-Team, das er in der Segunda RFEF geführt hat. Gemeinsam haben sie eine Mission: Sielva und Dani Jiménez halten, den Kader umbauen, den Aufstieg schaffen. Keine leichte Kost, aber der Plan klingt konkret.
Jardiel selbst bringt ein Lebenswerk mit, das wie ein Roadmovie durch die halbe Provinz wirkt: CD Teruel, CD Arenteiro, CD Ebro, CD Brea – überall hat der 39-Jährige gelernt, wie man begrenzte Mittel maximal wirkungsvoll einsetzt. Seine DNA stammt aus den Jugendklassen des Real Zaragoza, wo er als Teenager schon mit Lehrbüchern und Kegelhütchen spielte.

Der stil: akribisch, flexibel, leidenschaftlich
Im Klub-Statement fällt das Wort „methodisch“ dreimal. Das ist kein Zufall. Jardiel gilt als Zahlen-Fetischist, der individuelle Profile auf Plusbögen kartografiert und Spielsysteme wie Legosteine verschiebt. Seine Teams pressen hoch, verschieben kompakt und wechseln je nach Gegner zwischen 4-3-3 und 3-5-2 – ohne einen Tag Vorbereitung zu verschwenden.
Javier Sanz, Sportdirektor, hat die Scouting-Listen schon offenliegen. Er und Jardiel starten sofort durch. Die Deadline für die Kaderplanung rückt näher, und die Fans wollen keine Schnellschüsse, sondern eine Mannschaft, die endlich wieder Gas gibt.

Die stunde der wahrheit beginnt jetzt
Die erste Trainingseinheit ist für nächste Woche geplant. Wer dort aufläuft, wird zeigen, ob Jardiels Versprechen von „Illusion pur“ mehr ist als PR-Sprech. Eines steht fest: In Huesca wartet niemand länger auf Wunder, man baut sie jetzt selbst.
