Hsv hamburg schlägt zu: norwegens kreis-monster hovde kommt – und das ist der eigentliche knaller

Martin Hovde landet nicht irgendwann, sondern sofort. Der 24-jährige Norweger springt schon im Sommer vom Champions-League-Achtelfinale direkt in die HBL-Hölle – und HSV-Sportdirektor Johannes Bitter hatte ihn dabei längst durchgeschaut.

Der Weltmeister von 2007 verriet am Donnerstag, warum der Klub die Restlaufzeit bei Kolstad handelte: „Er hat sich speziell im letzten Jahr extrem entwickelt. Wir glauben, dass dieser Trend noch lange nicht vorbei ist.“ Kurz gesagt: Hamburg kauft nicht den Spieler, sondern die Kurve.

Warum der wechsel schon jetzt fixiert wurde

Die Hanseaten mussten handeln. Niklas Weller beendet seine Karriere, Andreas Magaard zieht weiter – plötzlich klaffte im Kreis ein Loch, das zwei Meter groß ist. Hovde füllt es aus, plus fünf Zentimeter Reserve. 2,05 m, 105 Kilo, 34 Treffer im Norweger-Trikot – das ist keine Lösung, das ist ein Statement.

Bitter war live bei der EM-Quali 2026 dabei, als Hovde gegen Polen auflief. „Er war am Kreis gesetzt“, sagt er und das klingt im Handball wie ein Satz, der einem Stürmer im Fußball galt: keine Alternative, nur Pflicht.

Der norweger spricht klartext – und liefert die zahlen

Der norweger spricht klartext – und liefert die zahlen

Hovde selbst nimmt keine Blatt vor den Mund: „Die Liga ist brutal. Jedes Spiel bedeutet harte Arbeit.“ Er weiß, dass Kolstad in der Champions League zwar gegen Barcelona und Kielce mithalten konnte, aber die HBL ein anderes Kaliber ist. Fakt: In 28 CL-Einsätzen erzielte er 67 Tore, dabei nur 13 Technische Fehler – ein Verhältnis, das selbst Mathias Gidsel nicht toppt.

Sein Vorbild? „Ich habe lange Sander Sagosen studiert, wie er sich in Flensburg durchgebissen hat.“ Nun will er den nächsten Schritt wagen – und dafür hat er schon mal den Dreijahres-Vertrag bis 2030 unterschrieben. Keine Options-Klausel, kein Ausstieg. Reine Eier.

Was das für den rest der liga bedeutet

Was das für den rest der liga bedeutet

HSV-Trainer Michael Roth kann jetzt mit Domagoj Duvnjak und Hovde zwei Kreisebenen spielen – eine Macht, die selbst THW Kiel in der Vorsaison nicht besaß. Die Mühlen der Scout-Abteilungen laufen bereits: Wie stoppt man einen Mann, der schneller ist als seine Körpergröße erlaubt?

Die Antwort dürfte die HBL-Saison 2025/26 mitbestimmen. HSV-Fans haben bereits ein neues Lieblingslied: „Oh Hovde, oh Hovde – der Kreis brennt.“ Und wenn der erste Gegner in der neuen Spielzeit heißt, wird er es merken: Hamburg ist nicht mehr nur der Aufsteiger, sondern der Kreis, an dem sich die Liga orientiert.