HSV Hamburg droht Punktabzug wegen finanzieller Probleme

Ein positiver Überraschung in der daikin handball-bundesliga

Der HSV Hamburg ist eine der positiven Überraschungen in dieser Saison in der Daikin Handball-Bundesliga. Doch wirtschaftlich reißen die Probleme nicht ab. Jetzt droht dem HSV sogar ein Punktabzug, berichtet das Hamburger Abendblatt.

Hauptproblem: negatives eigenkapital

Hauptproblem: negatives eigenkapital

Das Hauptproblem ist das sogenannte negative Eigenkapital. Darin zeigt sich, vereinfacht ausgedrückt, dass die Schulden größer sind als das Vermögen. Weil die HBL in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht hat mit Vereinen, die mit Darlehen und Krediten zu große Risiken für den sportlichen Erfolg eingegangen sind, wurde geregelt, dass Vereine ihr negatives Eigenkapital abbauen müssen.

Lizenzprobleme und schulden

Lizenzprobleme und schulden

Der HSV konnte die Lizenz für die Saison 2024/25 zwar in letzter Sekunde sichern, doch die Schulden wurden mehr. Auch für die Lizenz zur aktuell laufenden Saison musste der HSV unter Zeitdruck eine Liquiditätslücke von rund zwei Millionen Euro schließen.

Lösungssuche und investoren

Lösungssuche und investoren

Der Traum von Ex-Geschäftsführer Sebastian Frecke, mehrere Investoren für finanzielle Stabilität ins Boot zu holen, scheint sich nicht in die Realität umsetzen zu lassen. Jetzt arbeiten die Hamburger an einer Lösung, das Darlehen von Geldgeber Müller zumindest teilweise in Anteile umzuwandeln, um das negative Eigenkapital zu senken.

Punktabzug bei negativen eigenkapital

Punktabzug bei negativen eigenkapital

Problem: Schafft es ein Verein drei Jahre in Folge nicht, das negative Eigenkapital um mindestens zehn Prozent zu verringern, gibt es einen Abzug von vier Punkten. Noch größeres Problem beim HSV: Der Ausgangswert für die Berechnung lag bei 500.000 Euro, der Verein müsste den Wert also auf 350.000 Euro drücken.

Finanzielle bilanz des hsv

In der Bilanz der Träger-Gesellschaft HSM Handball Sport Management und Marketing GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 steht allerdings ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 6.075.062,16 Euro (SPORT BILD berichtete).

Reaktionen und ausblick

Gegenüber dem Abendblatt sagt HSV-Geschäftsführer Christian Hüneburg: „Wir werden zu gegebener Zeit über unsere wirtschaftlichen Fortschritte berichten.“ Sportlich könnten die Hamburger ein Minus von vier Zählern verkraften, mit 11:11 Punkten stehen sie im gesicherten Mittelfeld der HBL.