Horngachers nachfolge: weißflog plädiert für deutschen trainer

Horngacher tritt nach der saison zurück

Stefan Horngacher, der Bundestrainer der Skispringer, wird sein Amt nach der aktuellen Saison niederlegen. Das ist eine bedeutende Veränderung für das deutsche Skisprungteam. Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger hat bereits begonnen, und die Diskussionen sind in vollem Gange. Der DSV möchte sich jedoch primär auf die bevorstehenden Olympischen Spiele konzentrieren, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.

Weißflogs klare präferenz

Weißflogs klare präferenz

Skisprung-Ikone Jens Weißflog hat sich nun klar zu Wort gemeldet und eine eindeutige Präferenz für die Nachfolge geäußert. In einem exklusiven Gespräch mit Sport1 betonte Weißflog, dass er sich einen deutschen Trainer an der Spitze des Teams wünscht. Er argumentierte, dass es an der Zeit sei, deutschen Trainern wieder mehr Vertrauen zu schenken und ihnen zu zeigen, dass ihre Arbeit wertgeschätzt wird.

Ein zeichen an deutsche trainer

„Wir müssen auch den deutschen Trainern mal wieder ein Zeichen geben, dass sie nicht immer nur in der zweiten Reihe zu finden sind und dass sie uns auch wichtig sind“, so der 61-jährige Weißflog. Er ist überzeugt, dass es in Deutschland durchaus Trainer gibt, die das Potenzial haben, das Skisprungteam erfolgreich zu führen. Es sei wichtig, ihnen die Chance zu geben, sich zu beweisen.

Konkrete kandidaten im blick

Weißflog nannte konkret den Namen Ronny Hornschuh, der aktuell den B-Kader leitet, als einen möglichen Kandidaten. Er glaubt, dass es „zwei, drei“ Trainer gibt, die in der Lage wären, das Team erfolgreich zu führen. Er zeigte sich optimistisch, dass ein geeigneter Kandidat gefunden werden kann.

Gerüchte um alexander stöckl

Zuletzt gab es Gerüchte, dass Alexander Stöckl, ein österreichischer Trainer, erneut in Betracht gezogen werden könnte. Stöckl trainierte von 2011 bis 2024 die norwegische Skisprung-Mannschaft, erlebte dort aber einen umstrittenen Abschied aufgrund von Kritik der Athleten. DSV-Sportdirektor Horst Hüttel dementierte jedoch eine Einigung.

Weißflogs einschätzung zu stöckl

Weißflog äußerte sich zurückhaltend zu Stöckl: „Ihn selbst kann ich nicht einschätzen. Er hat ja auch mit den Norwegern Erfolge gehabt.“ Er merkte an, dass der schwierige Abschied von der norwegischen Mannschaft möglicherweise von den Athleten selbst initiiert wurde, betonte aber, dass er die wahren Gründe nicht kenne.

Entscheidung noch offen

Die Entscheidung über die Nachfolge von Horngacher ist weiterhin offen. Hüttel bestätigte, dass die Gespräche mit möglichen Kandidaten laufen, aber der Fokus liege derzeit auf den Olympischen Spielen. Eine Klarheit soll jedoch noch vor Saisonende geschaffen werden. Der Prozess ist in vollem Gange, um die bestmögliche Lösung für das deutsche Skisprungteam zu finden.