Horner in jerez: geht red bull-mastermind zu motogp?
Christian Horner, der über zwei Jahrzehnte lang das Red Bull F1-Team führte, sorgte am Wochenende in Jerez für Gesprächsstoff. Der Brite wurde bei den MotoGP-Testfahrten gesichtet, was Spekulationen über seine Zukunft und mögliche neue Engagements in der Motorsportwelt befeuerte.

Der besuch in andalusien: mehr als nur ein freundlicher besuch
Horner tauchte bereits am Freitagabend in die andalusische Atmosphäre ein, als er bei dem von Dorna veranstalteten Abendessen in den González Byass Kellern Gesellschaft mit hochrangigen Vertretern der MotoGP-Familie pflegte. Am Samstag gesellte sich der ehemalige Teamchef dann zu Stefano Domenicali, dem CEO der Formel 1, und besuchte die Boxen des LCR Honda Teams sowie die des offiziellen HRC-Teams. Ein Gespräch mit Koji Watanabe, dem Präsidenten der japanischen Rennabteilung, lässt weitere Fragen aufkommen.
Die Gerüchteküche brodelt natürlich: Kehrt Horner in die Formel 1 zurück, möglicherweise als Teamchef? Oder könnte er sich im Aktionariat von Alpine einen Platz verschaffen? Seine Anwesenheit bei der MotoGP-Weltmeisterschaft wirft nun einen weiteren, überraschenden Aspekt ins Spiel. Könnte Horner, wie einst Günther Steiner bei Haas F1, einem MotoGP-Team erwerben?
“Ich bin schon immer ein großer MotoGP-Fan”, erklärte Horner im Gespräch mit motogp.com. “Da ich jetzt etwas Zeit habe, dachte ich, es wäre eine gute Gelegenheit, dem Rennen einen Besuch abzustatten. Es ist fantastisch zu sehen, wie sich die Motorräder entwickelt haben. Seit meinem letzten Besuch in Estoril 2005 ist viel Zeit vergangen.”
Horner lobte das zweirädrige Spektakel in aller Ausführlichkeit. “Ich finde, es ist ein wirklich interessanter Zeitpunkt für die MotoGP. Auch diese Klasse befindet sich in einem Umbruch unter neuer Führung. Ich wollte es mir selbst ansehen. Es sind fantastische Rennen, ein großartiges Spektakel. Die Fahrer sind unglaublich, und die Maschinen sind atemberaubend. Erst wenn man es live erlebt, erkennt man, wie beeindruckend diese Maschinen wirklich sind. Als Sport hat die MotoGP viel zu bieten. Ich hoffe, dass Liberty Media, mit seiner Erfahrung aus der Formel 1, das nutzen kann. Stefano hegt da große Leidenschaften, und ich bin heute mit ihm hier. Es wird Synergien geben.”
Die Frage ist offen: Wird Horner tatsächlich in die MotoGP-Welt aufsteigen und die Sportlandschaft erneut aufmischen? Eines ist sicher: Seine Expertise und sein strategischer Weitblick könnten der Königsklasse des Motorradrennsports neue Impulse verleihen. Doch bis dahin bleibt es spannend, wie sich die Zukunft des Mannes, der Red Bull einst zu einem Weltmeisterteam formte, tatsächlich entwickeln wird. Die MotoGP-Fans dürfen sich auf jeden Fall auf eine aufregende Entwicklung freuen.
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