Höler überzeugt: freiburgs joker sticht gegen bayern!

Ein überraschend starker Auftritt des SC Freiburg gegen die Bayern endete zwar in einer knappen Niederlage, doch ein Mann stahl den Star: Lucas Höler. Während Igor Matanovic in den letzten Wochen zum Stammspieler avancierte, bewies Höler, warum er bei Trainer Christian Streich so geschätzt wird – insbesondere in wichtigen Spielen.

Die taktische wahl: laufbereitschaft und erfahrung

Nach der Winterpause dominierte Matanovic die Startelf, seine acht Pflichtspieltore seit Januar sprechen für sich. Doch gegen die Bayern entschied sich Streich für Höler, und das hatte weniger mit dessen Vorliebe für Treffer gegen die Münchner (bereits fünf Ligatreffer!) oder seinem 300. Einsatz für den Sport-Club zu tun. Vielmehr lag es an Hölers Fähigkeit, die extrem laufintensive Taktik des Teams umzusetzen. Matanovic’ späte Rückkehr von der Länderspielreise aus den USA, inklusive Zeitverschiebung, spielte ebenfalls eine Rolle.

"Luci hatte die ganze Trainingswoche, er hat sehr gut umgesetzt, was wir vorbereitet haben, hat gut trainiert, und er hatte viel Energie", erklärte Streich nach dem Spiel. "Er hatte es sich über die letzten Wochen schon verdient." Ein Lob, das Höler mit einem sehenswerten Treffer in der 71. Minute unterstrich – ein Moment, der ihm trotz der Niederlage ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

Doch es hätte mehr sein können. Dreimal vergeben, eine Großchance nach der anderen – Höler jagte jeder Möglichkeit hinterher. "Ich trauere jeder Chance hinterher, aber ich bin froh, dass ich einfach weitergemacht und wenigstens eins gemacht habe", so der 31-Jährige, der in der Schlussphase erschöpft aus dem Spiel genommen werden musste.

Matanovic, der nach seiner Einwechslung eine weitere Chance vergeben hätte, zeigte sich sportlich: "Die Flanke war unfassbar gut, ich hatte den Ball schon gut anvisiert. Derry ist dazwischen gekommen. Das passiert, er will auch ein Tor machen." Seine Anerkennung für Hölers Leistung unterstreicht den starken Teamgeist im Freiburger Kader.

Blick nach vorne: europa-league-duell gegen celta vigo

Blick nach vorne: europa-league-duell gegen celta vigo

Trotz der Niederlage gegen die Bayern ist der SC Freiburg optimistisch, was das erste Europapokal-Viertelfinale der Vereinsgeschichte gegen Celta Vigo betrifft. Matanovic hat bereits Kontakt zu seinen kroatischen Nationalmannschaftskollegen aufgenommen, um sich über den spanischen Tabellensechsten zu informieren. "Die Celta besser kennen", wie er selbst sagte.

Die Frage, wer am Donnerstag in der Europa League den Vorzug erhält – Matanovic, Höler oder eine Kombination aus beiden – bleibt offen. Doch eines ist sicher: Der SC Freiburg wird alles geben, um den Gegner vor eine schwere Aufgabe zu stellen. "Regenerieren, gut vorbereiten und auf ein neues Highlight freuen", so Hölers Plan. Die Bayern mögen zwar gewonnen haben, aber der Geist des SC Freiburg ist ungebrochen.