Hoffenheim schlägt heidenheim 4:2 und fixiert die champions-league-spur

Die TSG Hoffenheim hat den Heimweg aus Heidenheim mit einem breiten Grinsen und 49 Punkten im Gepäck angetreten. Sieben Spieltage vor Saisonende steht die Mannschaft von Christian Ilzer – oder besser: von seinem vertretungsweisen Co Moritz Volz – wieder auf Rang drei und damit auf direktem Champions-League-Kurs. Der 4:2-Sieg beim Tabellenletzten war mehr als ein Pflichtsieg: Er war ein Statement nach drei sieglosen Partien.

Prass trifft doppelt – und gibt den vorhang auf

Alexander Prass hatte in dieser Saison noch kein Bundesliga-Doppelpack auf dem Konto. Gegen Heidenheim dauerte es 26 Minuten, bis er seinen ersten Treffer markierte – einen Schlenzer unter die Latte. Kurz vor dem Pausenpfiff legte er nach, diesmal per Kopf. Die TSG ging mit 2:0 in die Kabine, doch die Heidenheimer kamen zurück. Luca Kerber verkürzte auf 1:2, doch Fisnik Asllani und Tim Lemperle schraubten das Ergebnis wieder auf 4:1. Kerber traf noch einmal, aber nur noch zum 4:2-Endstand.

Volz improvisiert – und liefert

Volz improvisiert – und liefert

Moritz Volz stand erstmals als Chef auf der Bank. Der 43-Jährige, sonst Co-Trainer, scherzte vor Spielbeginn, er habe den Job „wegen meines Gesichts fürs Fernsehen“ bekommen. Am Ende war es seine taktische Leistung, die die TSG nach vorne brachte. Die Umstellung auf ein aggressives 4-2-2-2 ließ Heidenheim in der ersten Hälfte kaum Luft zum Atmen. Volz’ Kompetenz liegt in der Analyse – und die hatte offensichtlich gegriffen.

Heidenheim taumelt richtung zweite liga

Der 1. FC Heidenheim wartet seit zwölf Spielen auf einen Sieg. Die Mannschaft von Frank Schmidt liegt acht Punkte hinter dem Relegationsplatz. Selbst die eigene Fankurve sang in der Schlussphase nur noch leise. Der Klassenerhalt ist so gut wie unmöglich. Die TSG hingegen blickt nach oben: Nur zwei Punkte trennen sie von Platz zwei, nur drei vom Spitzenreiter. Die Champions-League-Träume sind wieder greifbar.