Hoeneß-eberl-zoff: bayern-boss stellt sportvorstand öffentlich in frage!
München – Die Stimmung im Lager des FC Bayern ist alles andere als entspannt. Nachdem die Mannschaft den DFB-Pokal gegen Stuttgart gewonnen hat, eskaliert der Konflikt zwischen Klub-Patron Uli Hoeneß und Sportvorstand Max Eberl. Hoeneß äußerte öffentlich Zweifel an Eberls Arbeit, was diesen sichtlich irritierte und zu überraschenden Andeutungen führte.
Eberl droht mit abgang: „dann gehe ich nach hause“
Die Freude über den Pokalsieg wurde am Samstagabend im Olympiastadion von Berlin jäh getrübt. Eberl reagierte auf Hoeneß’ Äußerungen im „Spiegel-Spitzengespräch“, in denen dieser die Chancen auf eine Vertragsverlängerung mit einer eher zurückhaltenden „60:40“-Einschätzung beziffert hatte. „Die Zweifel, die sind da. Scheinbar. Sonst hätte er es ja nicht gesagt“, entgegnete Eberl sichtlich angefressen. Er ließ durchblicken, dass er bei fehlender Wertschätzung auch einen vorzeitigen Abschied in Erwägung ziehen könnte: „Wenn man sagt, man möchte verlängern – dann redet man darüber. Und wenn man sagt, man möchte nicht mehr, dass ich weitermache, dann gehe ich nach Hause.“
Ein ungewöhnlicher Zeitpunkt: Besonders bitter kam Hoeneß’ Kritik vor dem Pokalfinale an. Eberl kritisierte, dass der Zeitpunkt für solche Äußerungen alles andere als ideal gewesen sei. „Das Fell ist dick geworden – aber an einem Finaltag fand ich es jetzt nicht den richtigen Zeitpunkt“, so der Sportvorstand.
Die Mannschaft sei von der internen Zerrissenheit unbeeinflusst geblieben, betonte Eberl. Er kündigte ein klärendes Gespräch mit Hoeneß an, betonte aber, dass dieser Zeitpunkt noch nicht gekommen sei. „Dann ist nicht das erste Thema, dass ich sage: ‚Uli, wollen wir mal drüber reden?‘ Es wird der Zeitpunkt kommen.“

Kompany-verlängerung als kontrast
Während die Personalie Eberl weiterhin Gegenstand hitziger Diskussionen ist, verlief die Vertragsverlängerung von Trainer Vincent Kompany bemerkenswert reibungslos. „Es war eine Woche, und zum ersten Mal seit langer Zeit, dass es sehr geräuschlos über die Bühne ging. Da waren wir Beteiligten alle sehr stolz“, so Eberl, der damit einen Seitenhieb auf die aktuelle Situation um seine eigene Person richtete.
Eberl besitzt in München noch einen Vertrag bis 2027. Ob er diesen erfüllen wird, oder ob die Querelen mit Hoeneß zu einer vorzeitigen Trennung führen, bleibt abzuwarten. Die Zukunft des Sportvorstands ist ungewiss, während der FC Bayern sich nun mit der anstehenden Transferperiode auseinandersetzen muss.
