Hoeneß' poker um upamecano: so zwang er den innenverteidiger zum bleiben

Ein machtspiel mit folgen: hoeneß' einfluss bei bayern

Stefan Kumberger meldete am 04.02.2026, 23:26 Uhr: Der Fall Dayot Upamecano war ein Nervenkrieg. Lange zögerten der Spieler und seine Berater, dann schaltete sich Uli Hoeneß ein und zeigte, dass er auch abseits des operativen Geschäfts noch ein entscheidender Faktor beim FCbayern München ist. Seine Äußerungen, normalerweise sparsam dosiert, hatten Gewicht – und das wusste er.

Öffentlicher druck als strategischer schachzug

Öffentlicher druck als strategischer schachzug

Als Ehrenpräsident des FC bayern geht Hoeneß zwar nicht mehr in den Tagesgeschäft ein, doch seine Kommentare sind immer gezielt. Seine öffentliche Meinung zum Poker um Upamecano war ein klares Signal: Der Franzose musste sich beeilen. Es war eine bewährte Methode, die bereits in der Vergangenheit zum Erfolg geführt hatte. Er bereitete die Fans vor, falls der Deal scheitern sollte.

Der plan hinter den kulissen

"Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn Dayot Upamecano sich für einen Verbleib beim FC bayern entscheiden würde", erklärte Hoeneß im kicker. Gleichzeitig kritisierte er die Berater des Spielers, die ihn aus seiner Sicht aus München locken wollten. Damit legte der bayern-Patron die Axt an die Verhandlungen und sorgte gleichzeitig dafür, dass der Verein im Falle eines Scheiterns nicht die Schuld tragen würde.

Ultimatum hinter verschlossenen türen

Der öffentliche Druck war jedoch nur ein Teil der Strategie. Wie SPORT1 berichtete, folgte am Montag ein klares Ultimatum: Entweder Upamecano gibt seine Zusage, oder das Angebot wird zurückgezogen. Der Innenverteidiger gab nach und muss nun offenbar mit weniger als den ursprünglich geforderten 20 Millionen Euro Handgeld zufrieden sein – es werden nur noch 16 Millionen Euro genannt. Hoeneß soll auch in diesem finalen Gespräch eine wichtige Rolle gespielt haben.

Hoeneß' unermüdlicher kampf gegen berater

Es ist nicht das erste Mal, dass Hoeneß mit öffentlichen Aussagen und seinem Wirken im Hintergrund schwierige Verhandlungen beeinflusst hat. Er ist ein rationaler Mensch, der den Verein über alles stellt. Sein Motto: Wenn einer geht, kommt ein anderer. Bei dieser Methode stehen oft die Berater im Fokus seiner Kritik. So bezeichnete er Pini Zahavi, den Agenten von David Alaba, 2020 als "geldgierigen Piranha".

Machtwort auch bei lewandowski und davies

Auch im Fall Robert Lewandowski sprach Hoeneß ein Machtwort: "Wir werden der Fußballwelt beweisen, dass der Verein noch immer der Stärkere ist." Der Pole blieb bis 2022 in München. Bei der Vertragsverlängerung von Alphonso Davies sorgte Hoeneß ebenfalls für Aufregung, indem er den Agenten kritisierte. Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund konnten das Verhältnis jedoch kitten.

Einigkeit im bayern-klub als schlüssel zum erfolg

Im Fall Upamecano hatten viele Beobachter nicht erwartet, dass sich die Berater des Spielers von Hoeneß unter Druck setzen lassen würden. Doch die geschlossene Front der bayern-Führung und der Wunsch des Spielers, in München zu bleiben, führten letztendlich zum Erfolg. Die klare Kommunikation und das konsequente Vorgehen zahlten sich aus.