Hoeneß explodiert: effenberg kontert mit harter kritik an jackson

Uli Hoeneß jagt nach dem 1:1 in Leverkusen die Refs, doch Stefan Effenberg dreht den Spieß um: Der Ex-Kapitän erklärt den Bayern-Patron zum Overreacter und stellt Nicolas Jackson an den Pranger – der Stürmer habe sich „dumm übermotiviert“ in den Elfmeterpunkt gestürzt.

Effenberg: „uli hat überzogen“

Effenberg: „uli hat überzogen“

Christian Dingert gab Gelb-Rot gegen Luis Díaz, räumte hinterher den Fehler ein. Dennoch: Effenberg sieht die Ursache für die Unterzahl-Bayern nicht beim Schiri, sondern beim Spieler. „Wenn ich Trainer wäre, würde ich mich verdammt ärgern“, sagt er im SPORT1-Doppelpass. Die Szene? Jacksons Flugstart im Mittelkreis, ein Bocksprung mit offener Sohle – erst Gelb, dann Rot nach VAR-Check. „Ein Top-Schiri muss sofort Rot zeigen“, so Effenberg, „aber warum lässt man sich überhaupt darauf ein?“

Hoeneß hatte in der Bild geschäumt: „Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe.“ Effenberg kontert nüchtern: „Uli hat ein bisschen überzogen.“ Die Zahlen sprechen für sich: Bayern bleibt zum vierten Mal in Folge in der BayArena ohne Sieg, kassiert trotz zweier Rot-Karten nur einen Punkt. Die Meisterschaft rückt in weite Ferne.

Die Lektion: Selbst der Rekordmeister kann sich nicht auf Schiedsrichter-Fehler verlassen, wenn die eigene Disziplin bröckelt. Wer im Titelrennen mitmischen will, darf sich keine 15-Minütige Unterzahl leisten – egal, wie schlecht der Ref auch pfeift.