Hockey-wm: löwen und löwinnen auf titelkurs – doch die altlasten lasten schwer

Die Vorbereitungen für die Hockey-Weltmeisterschaft in den Niederlanden und Belgien gehen in die Endphase. Für das deutsche Nationalteam, sowohl Herren als auch Damen, geht es darum, den letzten Feinschliff zu holen und den nächsten Titel zu erobern. Doch der Umbruch nach dem EM-Titel 2025 und die verletzungsbedingte Ausfälle wichtiger Spieler werfen Fragen auf.

Die männer kämpfen mit dem neuaufbau

Nach dem Gewinn der EM in Mönchengladbach und dem anschließenden WM-Titel 2023 steht das deutsche Team unter dem neuen Bundestrainer André Henning vor einer gewaltigen Herausforderung. Die Abgänge von Mats Grambusch und Lukas Windfeder, zwei Säulen der Mannschaft, haben eine tiefe Bresche hinterlassen. „Alle Verbindungen im Team sind zusammengebrochen und müssen neu aufgebaut werden“, erklärt Henning. Das junge Team muss nun lernen, ohne die emotionale Stabilität und Erfahrung dieser Führungsfiguren auszukommen. Die kommenden Partien in der Pro League gegen die Niederlande und Indien werden wichtige Testläufe, um die neuen Hierarchien zu finden und das Zusammenspiel zu verbessern. Der Ausfall des Strafecken-Experten Gonzalo Peillat, der sich im Winter einen Kreuzbandriss zugezogen hat, ist ein weiterer herber Schlag. „Wir wissen das seit dem Winter und versuchen, ihn zu ersetzen“, so Henning, der bereits die Olympischen Spiele 2028 im Blick hat: „Unser gemeinsames Ziel ist Gold in Los Angeles.“

Die damen wollen an die erfolge anknüpfen

Die damen wollen an die erfolge anknüpfen

Auch beim Frauenhockeyteam gibt es nach den Olympischen Spielen 2024 einen Umbruch. Bundestrainerin Janneke Schopman muss eine junge Mannschaft formen, die an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen soll. Die kommenden Spiele gegen England und Australien in London sind daher von immenser Bedeutung. „Wir haben natürlich eine sehr junge Mannschaft. Mit Blick auf die WM sind diese Spiele sehr, sehr wichtig“, betont Schopman. Der Druck ist hoch, aber das Potenzial vorhanden, um in den Niederlanden und Belgien eine gute Rolle zu spielen.

Die parallelen Weltmeisterschaften für Männer und Frauen versprechen spannende Wochen für den deutschen Hockey-Sport. Ob die deutschen Teams die Erwartungen erfüllen können, wird sich zeigen. Fest steht jedoch, dass der Weg zum Titel mit vielen Hindernissen und Herausforderungen gepflastert ist. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um die Weichen für die Zukunft zu stellen.