Hockey-schock: dhb verliert gegen indien – krise im team?
Rotterdam – Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft steckt tief in der Krise. Nach dem klaren 1:3 gegen Indien in der Pro League deutet alles auf einen dramatischen Umbruch hin, der offenbar noch lange nicht abgeschlossen ist. Die Weltmeister von 2018 und Europameister von 2025 verlieren das Vertrauen, und die Frage ist, ob Bundestrainer André Henning die Wende noch herbeiführen kann.
Personelle veränderungen belasten das team
Die Abgänge von Publikumsliebling Mats Grambusch und dem erfahrenen Abwehrchef Lukas Windfeder nach dem EM-Titelgewinn in Mönchengladbach waren schmerzhaft. Hinzu kommt die Verletzung von Strafecken-Ass Gonzalo Peillat, der die Weltmeisterschaft verpassen wird. Das junge Team muss sich erst einmal finden, und die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Sechs Niederlagen in zehn Spielen verschlimmern die Situation.
Mandeep Singh (7.), Shilanand Lakra (13.) und Nilakanta Sharma (35.) sorgten für die klare Führung der Inder, die damit ihren zweiten Saisonsieg feierten und den Abstiegsplätzen nur knapp entkommen. Raphael Hartkoffs Treffer in der 45. Minute war lediglich ein schwacher Trost. Die DHB-Auswahl belegt aktuell den sechsten Platz in der Tabelle.

Schnelle revanche möglich – aber notwendig
Bereits am Donnerstag (19.30 Uhr) treffen die beiden Mannschaften erneut aufeinander, bevor am Samstag (15.30 Uhr) das Spiel gegen die Niederlande ansteht. Dabei ist zu bedenken, dass die deutsche Mannschaft am vergangenen Samstag überraschend mit 1:0 im Shootout gegen die Niederlande gewinnen konnte. Doch dieses Erfolgserlebnis scheint bereits wieder in weite Ferne gerückt zu sein. Es bleibt abzuwarten, ob Henning es schafft, die Moral seines Teams wieder aufzubauen und die Abwärtsspirale zu stoppen. Die kommenden Spiele werden entscheidend sein, um die Chancen auf eine erfolgreiche Zukunft im internationalen Hockey zu wahren.
Die Tatsache, dass Indien, obwohl sie sich in einer ähnlichen Situation befinden, bereits einen Sieg mehr auf dem Konto haben, unterstreicht das Problem der DHB-Auswahl. Es ist ein Weckruf für den Deutschen Hockey-Bund und zeigt, dass der Umbruch nicht mit einer solchen Leistungsdelle einhergehen darf.
