Hockey-comeback: dhb-team bezwingt indien nach dramatischem finale!
Rotterdam – Ein Kropfstoß für die deutsche Hockey-Nationalmannschaft am Donnerstagabend: Nach einer schwachen Vorstellung drehte das DHB-Team gegen Indien die Partie in letzter Minute und sicherte sich den Sieg in der Pro League. Der 2:1-Erfolg gegen den Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele 2024 reichte zwar nicht, um die zuvor erlittene 1:3-Niederlage zu vergessen, doch er zeigte einmal mehr den unbändigen Willen der Mannschaft von Bundestrainer André Henning.

Die erste hälfte: eine enttäuschende vorstellung
Die ersten 38 Minuten waren für die deutsche Mannschaft ein Albtraum. Indien kontrollierte das Spielgeschehen und ging durch Jugraj Singh in Führung. Die deutsche Abwehr wirkte unsicher, und im Angriff fehlte die nötige Durchschlagskraft. Es war eine Leistung, die man von den Welt- und Europameistern schlichtweg nicht gewohnt ist.
Doch wie so oft in der jüngeren Vergangenheit, bewiesen die Deutschen auch in Rotterdam ihre Comeback-Qualitäten. Justus Weigand sorgte in der 56. Minute mit einem Strafeck für den Ausgleich. Die Spannung stieg ins Unermessliche, und es war klar, dass hier noch alles drin ist.
Der entscheidende Moment: Brillas präziser Schuss
Die Entscheidung fiel dann nur wenige Augenblicke vor dem Schlusspfiff. Jakob Brilla ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte einen weiteren Strafeck zum umjubelten 2:1-Siegtreffer. Das Publikum tobte, und die deutsche Mannschaft atmete auf – ein hart erkämpfter Erfolg!
Die Saison verläuft trotz des Sieges weiterhin holprig. Mit nur vier Siegen aus elf Spielen steht das junge Team vor großen Herausforderungen. Der Umbruch im Kader ist offensichtlich, und Henning muss weiterhin an der Entwicklung seiner Spieler arbeiten. Aber eines ist klar: Die Moral stimmt, und der Glaube an die eigenen Fähigkeiten ist ungebrochen.
Am Samstag (15.30 Uhr) geht es gegen den Gastgeber, die Niederlande. Ein weiteres wichtiges Spiel auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in Belgien und den Niederlanden (15. bis 30. August). Und dann, Ende Juni, die Chance, vor heimischem Publikum in Berlin zu überzeugen. Die Hockey-Fans dürfen sich freuen!
