Hitzlsperger: gespräche mit 1860 – ist ein comeback für den ex-star möglich?
München – Thomas Hitzlsperger hat die Spekulationen um seine mögliche Beteiligung am TSV 1860 München befeuert. In „Blickpunkt Sport“ bestätigte der ehemalige Nationalspieler, dass er sich intensiv mit der Situation beim traditionsreichen Verein auseinandersetzt und konstruktive Gespräche mit dem Verein und Investor Hasan Ismaik geführt hat.

Die komplizierte lage beim sechzig
Die finanzielle und sportliche Lage des TSV 1860 ist seit Jahren angespannt. Hasan Ismaik, der Mehrheitsaktionär, sucht seit über einem Jahr einen Käufer für seine Anteile, was zu einer angespannten Gemengelage innerhalb des Vereins geführt hat. Hitzlsperger scheint sich dieser Herausforderung bewusst zu sein: „Dass es bei Sechzig, so wie sie aktuell dastehen, nicht auf allen Ebenen ein Miteinander gibt, dass es sehr sehr kompliziert ist.“
Doch die Faszination für den Verein ist groß. Hitzlsperger, der in den 1860er-Umfeld aufgewachsen ist, gesteht ein, den Verein schon immer verfolgt zu haben. Entscheidend für sein Interesse war auch die ARD-Doku-Reihe „Rise & Fall of TSV 1860“, die ihn dazu veranlasste, sich intensiver mit dem Verein zu beschäftigen.
Ein Team mit Ex-Manager Rejek Neben Hitzlsperger soll sich auch der ehemalige 1860-Geschäftsführer Markus Rejek an der möglichen Investition beteiligen. „Wir haben Überlegungen angestellt, ob es nicht mal die Möglichkeit gibt, Hasan Ismaik als Gesellschafter abzulösen, vielleicht mit Partnern zusammen bei Sechzig was zu unternehmen“, so Hitzlsperger.
Die Verhandlungen sind jedoch noch in einem frühen Stadium. „Das Interesse ist da, das muss aber auch insgesamt passen, momentan ruht es erstmal. Schauen wir, wie es weitergeht“, betonte Hitzlsperger und ließ damit offen, ob er tatsächlich ein Investor bei 1860 München wird. Die Fans des Clubs dürfen dennoch hoffen – ein Mann mit dem Kaliber Hitzlsperger könnte dem Verein neue Stabilität und Perspektiven verleihen. Die Frage ist, ob die komplexen internen Strukturen eine erfolgreiche Zusammenarbeit überhaupt zulassen. Denn eines ist klar: Die Rettung des TSV 1860 hängt nicht nur von Kapital ab, sondern auch von einem funktionierenden Miteinander.
