Hitzewelle legt wimbledon lahm: elektronische schiedsrichter fallen aus!

Das Rasen-Mekka Wimbledon steht vor einer neuen Herausforderung: Nicht mehr nur Regen, sondern auch die sengende Hitze stellt den traditionsreichen Turnierverlauf auf den Kopf. Während die Spieler bereits seit Jahren unter Hitzeschutzmaßnahmen leiden, traf es nun das elektronische Schiedsrichter-System – mit spürbaren Folgen für den Spielbetrieb.

Technik versagt bei über 30 grad: wimbledon im aus

Technik versagt bei über 30 grad: wimbledon im aus

Die Erinnerungen an kühle Sommer in den 1990er Jahren, als Temperaturen unter 10 Grad während der zweiten Wimbledon-Woche keine Seltenheit waren, scheinen weit entfernt. Heute brütet es mit 34 Grad in London, und die Vorhersage für die kommenden Tage deutet auf durchschnittlich über 32 Grad hin – eine Hitzewelle, die im Königreich für eine regelrechte Ausnahme gilt. Doch die Extreme forderten ihren Tribut: Das elektronische Schiedsrichter-System, das seit der Abschaffung der menschlichen Linienrichter eingesetzt wird, fiel für eineinhalb Stunden aus.

Laut AELTC (All England Lawn Tennis and Croquet Club) kam es zu einem „zeitweiligen Energieverlust“, der den Ausfall verursachte. Die Störung konnte zwar behoben werden, doch die rund anderthalb Stunden Spielunterbrechung in Roehampton, wo die Qualifikationsspiele ausgetragen werden, sorgten für Verwirrung und Verzögerungen. Dabei hatte Wimbledon schon früh auf technologischen Fortschritt gesetzt: Die Einführung des 'Cyclops'-Systems zur Beurteilung von Aufschlägen war ein Meilenstein.

Die Ironie des Schicksals: Nachdem Wimbledon sich von menschlichen Linienrichtern verabschiedet hatte, um auf moderne Technologie zu setzen, stellt nun die Hitze eine ungeahnte Bedrohung dar. Wer hätte das gedacht? Die Schiedsrichter-Panne ist nur ein Symptom eines viel größeren Problems: Der Klimawandel macht auch den Tennis-Sport nicht halt. Während einige weiterhin die Existenz der globalen Erwärmung leugnen oder sie gar als positiv darstellen – eine Art moderner Fennec-und-die-Trauben-Geschichte –, wird Wimbledon unweigerlich mit den Folgen konfrontiert.

Die medizinischen Dienste des Turniers sind ohnehin schon auf Hochtouren geschaltet, um überhitzte Zuschauer zu versorgen. Die Temperaturen, die einst zu Unterkühlungen führten, sind nun eine ernsthafte Gefahr. Wimbledon muss sich also neu erfinden – und zwar schnell. Sonst droht das prestigeträchtige Turnier, zu einer klimatischer Hitzebüste zu verkommen.